Donnerstag, 25. Februar 2010

Mit Banken in der Tasche wird man reich:
Aktiengewinn hat sich im Vorjahr verdoppelt

  • Top-Finanzinstitute der Welt haben sich rasch erholt
  • Kreditvergabe bleibt in Europäischer Union kritisch

Banken als Gewinner im Krisenjahr 2009? Kaum zu glauben - und doch haben sich die größten Finanzinstitute der Welt erstaunlich rasch von Lehman, Staatspleiten & Co erholt. Im vergangenen Jahr hat der durchschnittliche Gewinn einer Bankaktie den höchsten Wert seit 2003 erreicht. Insgesamt waren die größten Banken an den Börsen zuletzt sagenhafte 6,4 Billionen Dollar und damit doppelt so viel wie zu Beginn des Jahres 2009 wert. Was Aktienbesitzer erfreut, lässt die europäischen Kreditnehmer aber kalt: Die Vergabe von Darlehen ist in der EU stark zurückgegangen.

Laut einer Studie der Boston Consulting Group ist im Jahr 2009 die durchschnittliche Aktienrendite - Kursgewinne und Dividenden - um rund 100 Prozentpunkte auf 47,1 Prozent angestiegen. Analysiert wurde eine Stichprobe von Banken, die rund 75 Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung repräsentieren.

Die Erste Group Bank ist als einziges österreichisches Institut auf Rang 93 unter den Top 100 der weltgrößten Banken. Drei der fünf führenden Banken kommen aus China, darunter mit der ICBC die weltgrößte Bank mit einem Börsenwert von 269 Mrd. US-Dollar. Vier der Top-Ten-Banken - JPMorgan Chase, Wells Fargo, Bank of America und Citigroup - kommen aus den USA. Zum ersten Mal sind alle vier australischen Großbanken - Commonwealth Bank of Australia, Westpac Banking, Australia and New Zealand Banking Group und National Australia Bank - in der Rangliste der 30 weltgrößten Banken zu finden.

Industrienationen kämpfen noch
Die Erholung des Bankensektors spiegelt laut BCG nach der Krise eine zweigeteilte Welt wider: Während die Industrienationen mit gedämpften Wachstumsraten kämpfen, kehren die aufstrebenden Märkte zu ihrem alten Wachstumstrend zurück. Am deutlichsten zeigte sich die Erholung in Zentral- und Osteuropa sowie Lateinamerika. In den BRIC-Staaten - Brasilien, Russland, Indien und China - kletterte die durchschnittlich erzielte Aktienrendite 2009 von -53 Prozent im Vorjahr auf 85 Prozent.

In zahlreichen OECD-Ländern hingegen zeigt sich, dass der Aufschwung fragil ist. In Australien, Kanada, Frankreich und Spanien lag die durchschnittliche Aktienrendite im Bankensektor zwischen 51 und 74 Prozent - und damit deutlich über dem industrieübergreifenden Schnitt von 39 Prozent.

Kreditvergabe geht zurück
Von eitel Sonnenschein kann auch im Kreditgeschäft keine Rede sein: Die Vergabe von Darlehen ist in den 16 Euro-Ländern im Jänner überraschend kräftig gesunken. Die Summe der an Firmen und private Haushalte ausgereichten Darlehen fiel im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,6 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte. Im Dezember hatte es eine Stagnation gegeben. Analysten hatten mit einem Minus von 0,2 Prozent gerechnet.
(apa/red)

25.2.2010 11:40
DrMuck, 25. 02. '10 15:08
Das müßt ihr euch auf der Zunge zergehen lassen.
Zitat von oben:
Kreditvergabe geht zurück
Von eitel Sonnenschein kann auch im Kreditgeschäft keine Rede sein: Die Vergabe von Darlehen ist in den 16 Euro-Ländern im Jänner überraschend kräftig gesunken. Die Summe der an Firmen und private Haushalte ausgereichten Darlehen fiel im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,6 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte.

unvorstellbare 0,6%

das treibt die Banken sicher in den Ruin!!!!
Alle Banken der EU haben mein vollstes Mitgefühl.
LOL