Montag, 22. Februar 2010

Hypo-Alpe-Adria Chef Franz Pinkl tritt ab:
Bank sucht bis Ende März neue Führung

  • Banker wird sich nicht wieder für Posten bewerben
  • Vier Vorstandspositionen der Bank ausgeschrieben

Franz Pinkl tritt als Chef der Hypo Alpe Adria Bank ab. Er wird sich nicht wieder für den Vorstandsvorsitz bewerben, bestätigte Pinkl. Seit Samstag sind bis 20. März vier Vorstandspositionen der seit Dezember der Republik gehörenden Krisenbank Hypo Group Alpe Adria ausgeschrieben. Darunter der derzeit von Pinkl bekleidete Posten des CEO, also des Vorstandschefs.

Franz Pinkl tritt als Chef der Hypo Alpe Adria Bank ab. Er wird sich nicht wieder für den Vorstandsvorsitz bewerben, bestätigte Pinkl. Seit Samstag sind bis 20. März vier Vorstandspositionen der seit Dezember der Republik gehörenden Krisenbank Hypo Group Alpe Adria ausgeschrieben. Darunter der derzeit von Pinkl bekleidete Posten des CEO, also des Vorstandschefs.

Als die Hypo Ende 2009 notverstaatlicht werden musste, hat das Finanzministerium betont, dass Pinkl Chef bleiben soll. Im Vorfeld der Ausschreibung des gesamten Vorstands (der jetzt auf vier verkleinert wird) war im Aufsichtsrat eine Debatte um einen Austausch auch des Vorstandschefs entbrannt.

Ex-ÖVAG Chef
Pinkl - der nach seinem Rücktritt als ÖVAG-Chef am 1. Juni 2009 an die Spitze der Hypo Group Alpe Adria nach Klagenfurt wechselte - hat in seinem ursprünglichen 5-Jahres-Vertrag eine so genannte "Change of control"-Klausel. Er hat den Aufsichtsrat Ende voriger Woche informiert, dass er sich am Bewerbungsverfahren nicht beteiligen wird.

Dass Franz Pinkl als Vorstandschef der Krisenbank Hypo Alpe Adria angezählt war, war nach gehäuften Andeutungen aus dem Aufsichtsrat klar. Die Chemie soll mit dem Großteil der neuen Räte nicht gestimmt haben. Ursprünglich hätte sein Rücktritt - also der Verzicht auf die Neubewerbung - schon Freitag voriger Woche bekannt gegeben werden sollen.

In einer "persönlichen Erklärung" ging Pinkl auf das Hypo-Drama ein: Die ihm im Vorfeld seiner Berufung zum Vorstandsvorsitzenden (per 1. Juni 2009) von den damaligen Eigentümern dargestellte Lage der Bank hatte sich in der Folge als weit dramatischer erwiesen als dargestellt", schreibt Pinkl. Die Bank sei stabilisiert und mit dem Eigentümerwechsel in deutliches ruhigeres betriebswirtschaftliches Fahrwasser geleitet.

(apa/red)

22.2.2010 17:25