Freitag, 26. Februar 2010

Jedem Hund nur das Beste in den Futternapf
So füttert man seinen Liebling ausgewogen

  • Unterschiedliche Hunde und ihre Futterbedürfnisse
  • Die NEWS Tierwelt verrät worauf es ankommt

Welpe, Junghund, erwachsener Hund oder Senior – jedes Alter und jede Entwicklungsphase im Leben eines Hundes hat auch ganz besondere Ernährungsbedürfnisse. Und als verantwortungsbewusster Hundehalter sollte man auf diese natürlich unbedingt eingehen. Denn naturgemäß hat ein Junghund im Wachstum andere Ernährungsbedürfnisse als ein betagter Senior, eine trächtige Hündin andere als ein übergewichtiger Rüde. Dabei geht es nicht nur um die richtige Menge an Nährstoffen, sondern auch darum, dass diese im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Vor allem der richtige Eiweiß-Fett-Gehalt spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn dauerhafte Ernährungsfehler können zu Mangelerscheinungen mit ernsthaften gesundheitlichen Auswirkungen führen. Die NEWS Tierwelt erklärt die wichtigsten Ernährungsbedürfnisse unserer Hunde in allen Lebensabschnitten:

Welpen & Junghunde
Damit die Kleinen gesund und stark werden, brauchen sie eine auf ihre Bedürfnisse individuell abgestimmte, ausgewogene Ernährung. Diese sollte sowohl den erhöhten Energie- als auch Nährstoffbedarf (Eiweiß, Fett, Kohlehydrate, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine), der sich im Wachstum befindlichen Vierbeiner exakt abdecken. Sowohl eine Nährstoffüber- als auch -unterversorgung führt zu Störungen im Knochenstoffwechsel. Dieses kann zu erheblichen Schäden, wie etwa einem instabilen Knochengerüst, führen. Mit entsprechend entwickeltem Trocken- oder Feuchtfutter (im Handel erhältlich) kann man dem vorbeugen und seinem Hund eine gesunde Entwicklung ermöglichen.

Erwachsene Hunde
Die Nährstoffzusammensetzung für erwachsene Hunde ist anders als die für Welpen, da sie der gesunden Lebenserhaltung und nicht mehr dem Wachstum gilt. Deshalb ist es auch entscheidend, dass der Wechsel auf Futter für das erwachsene Tier nicht zu früh erfolgt. Manche große Hunderassen haben ihre Wachstumsphase erst mit 18 Monaten abgeschlossen, während kleine Rassen schon zwischen neun und zwölf Monaten ausgewachsen sind. Der Futterumstieg sollte immer nur in Absprache mit dem Tierarzt vorgenommen werden. Interessant ist, dass kleine Hunderassen vergleichsweise mehr Energie verbrauchen als große, da sie einen deutlich schnelleren Stoffwechsel haben.

Alte Hunde
Große Hunderassen gelten bereits mit fünf Jahren als alt, mittelgroße mit sieben Jahren und kleine Hunde mit zehn Jahren. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel, und die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Eine entsprechend angepasste Ernährung sorgt dafür, dass auch betagte Vierbeiner mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden. So bleiben sie bis ins hohe Alter gesund und agil.

In anderen Umständen und Fettleibigkeit
Trächtige Hündinnen benötigen eine gesteigerte Nährstoffzufuhr (erhöhter Energie- und Eiweißbedarf), damit sich die Föten (bei großen Rassen sind bis zu zehn möglich) gesund entwickeln können. Und entgegen landläufiger Meinung darf man bei übergewichtigen Hunden nicht die klassische „FDH“- („Friss die Hälfte“)-Methode anwenden. Diese würde nur zu unerwünschtem Nährstoffmangel führen. Stattdessen sollte man auf Diätfutter (im Handel und beim Tierarzt erhältlich) umsteigen

Isabel Finsterwalder

Lesen Sie im aktuellen NEWS 09/10! alles über Eifersucht unter Haustieren!

26.2.2010 19:42