Tatenlosigkeit der EU ruft USA auf den Plan:
Obama nimmt sich griechischer Tragödie an
- Globales Finanzsystem von der Krise Athens bedroht
- Spekulanten starten weitere Attacken gegen den Euro

·Ein Land sträubt sich
gegen den Sparstift
Gewerkschaften legen
ganz Griechenland lahm
·Landesweite Streiks
lähmen Griechenland
Gewerkschaftsprotest
gegen Sparmaßnahmen
·Wird Euro in Athen
zu Grabe getragen?
Schuldenberg gefährdet
Europas Einheitswährung
·In Athen gibt jetzt
Brüssel den Ton an
Griechisches Budgetloch
gefährdet Euro-Stabilität
·Griechisches Defizit höher als erwartet
Minus von 12,7 Prozent wird noch übertroffen
·In Griechenland
steht die Zeit still
Landesweite Streiks
gegen Sparprogramm
Die Unentschlossenheit Europas in der Griechenland-Krise ruft die USA auf den Plan. Präsident Barack Obama beriet in einer Videokonferenz mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem britischen Premier Gordon Brown über das Schuldenproblem des Landes. Spekulanten nutzten die Situation unterdessen zum Anlass für neue Rekordwetten gegen den Euro.
US-Präsidentensprecher Robert Gibbs sagte nach der Videokonferenz, Obama sei überzeugt, dass die EU angemessen und effektiv auf die Krise reagieren werde. In der EU wird seit Wochen über das Ob und Wie finanzieller Hilfen für das Euro-Land diskutiert. Dahinter stehen Zweifel, dass Griechenland sein Schuldenproblem alleine in den Griff bekommt. Zurzeit versucht die Regierung in Athen, eine Rosskur aus Reformen durchzusetzen.
Weltfinanzsystem zittert
Eine Staatspleite Griechenlands würde nicht nur Europa, sondern das gesamte Weltfinanzsystem erschüttern. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou will am kommenden Freitag mit Merkel in Berlin über die Lage beraten und am 09. März in Washington mit Obama zusammentreffen.
Der griechische Staat muss in diesem Jahr rund 50 Milliarden Euro seines Schuldenberges umfinanzieren. An den Finanzmärkten wird in den kommenden Wochen eine zehnjährige Anleihe über mehrere Milliarden Euro erwartet. Die Nagelprobe folgt im Frühjahr mit einem weiteren Anleihevolumen von wohl über 15 Milliarden Euro.
An den Devisenmärkten löste die anhaltende Unsicherheit über eine Lösung der Griechenland-Krise eine neue Spekulationswelle gegen den Euro aus. Nach Angaben der US-Kontrollbehörde CFTC erreichte die Zahl der Kontrakte, die auf einen fallenden Euro-Kurs setzen, ein Rekordhoch. Seit Jahresbeginn hat der Euro zum Dollar rund zehn Prozent an Wert verloren.
(apa/red)

