Mittwoch, 24. Februar 2010

Österreich liefert weniger Handfestes:
Produktion bricht im Vorjahr um 10 % ein

  • Besonders die Industrie muss kleine Brötchen backen
  • Heimisches Bauwesen hält sich 2009 noch relativ gut

Die Krise hat sich im produzierenden Bereich in Österreich im Vorjahr deutlich niedergeschlagen. Der Produktionsindex sank im Jahresdurchschnitt 2009 gegenüber 2008 um 10,1 Prozent, geht aus Daten der Statistik Austria hervor. Stark betroffen war vor allem die Industrie mit einem Minus von fast 12 Prozent (11,8 Prozent). Im Bauwesen gab es dagegen nur einen Rückgang um 2,5 Prozent.

Nach Verwendungskategorien gereiht sank der Produktionsindex (EU harmonisiert, arbeitstätig bereinigt) im Jahresdurchschnitt 2009 bei den Investitionsgütern um 18,3 Prozent. Bei den kurzlebigen Konsumgütern gab es dagegen nur einen Rückgang um 2,9 Prozent, bei den langlebigen Konsumgütern von 3,3 Prozent. Bei den Vorleistungen wurde ein Minus von 14,8 Prozent verzeichnet, bei der Energie waren es minus 4,1 Prozent.

Im Dezember 2009 lag der Produktionsindex (arbeitstätig bereinigt) um 4,6 Prozent unter dem Wert von Dezember 2008 und um 0,8 Prozent unter November 2009. Bei der Industrie gab es im Jahresabstand einen Rückgang um 4,2 Prozent, im Bauwesen um 5,3 Prozent. Nach Verwendungskategorien gab es ein leichtes Plus von 0,9 Prozent bei den kurzlebigen Konsumgütern. Das stärkste Minus wurde mit 9,1 Prozent bei den Investitionsgütern verzeichnet.

Im Vergleich zum November 2009 konnte die Industrie im Dezember ein leichtes Plus von 0,3 Prozent verzeichnen. Am Bau gab es einen Rückgang um 5,3 Prozent. Gestiegen ist der Produktionsindex im Vergleich der beiden letzen Monate des Jahres bei den kurzlebigen Konsumgütern (+1,7 Prozent), bei den Vorleistungen (+0,6 Prozent) und minimal auch bei den Investitionsgütern (+0,1 Prozent). Rückläufig waren dagegen die langlebigen Konsumgüter (-2,5 Prozent) und Energie (-0,7 Prozent).
(apa/red)

24.2.2010 11:22