Mittwoch, 3. März 2010

Eine dicke Portion Kritik für den Parteichef:
ÖVP-Länder schießen sich auf Josef Pröll ein

  • NÖ: "Könnten bald ein bitteres Erwachen erleben"
  • Steiermark: "Eine Zumutung für alle Demokraten"
    Faymann: Hofburg-Verzicht Anerkennung für Fischer

Für sein Nein zur Hofburg erntet Josef Pröll eine dicke Portion Kritik. Hat Salzburgs Landesparteiobmann Haslauer bereits ein deutliches Protestzeichen gesetzt, ziehen nun auch die anderen ÖVP-Länder nach. Befürchtet man in Niederösterreich ob des Verzichts ein "bitteres Erwachen", orten die Steier fatale Fehler in der Vergangenheit: "Das hat die Bundespartei schon vor Monaten in den Sand gesetzt."

Weit aus dem Fenster wagte sich Wilfried Haslauer beim Bundesparteivorstand, indem er sich als Einziger der Stimme enthielt, als der Verzicht auf die Bundespräsidentenwahl beschlossen wurde. Seine Begründung: "Ich bin der Meinung, dass die ÖVP als staatstragende Partei einen eigenen Kandidaten aufstellen sollte."

"Könnten bitteres Erwachen erleben"
Haslauer sollte aber nicht der einzige Kritiker bleiben, wenig später zogen weitere Ländervertreter nach. Niederösterreichs Klubobmann Schneeberger hält den Verzicht für einen "strategischen Fehler" und prognostiziert nachhaltige negative Auswirkungen: "Wer glaubt, dass man durch Nicht-Antreten bei der Bundespräsidentenwahl schon jetzt den Ballhausplatz erobern kann, könnte bald ein bitteres Erwachen erleben." Landeshauptmann Erwin Pröll, der lange mit einem Antreten geliebäugelt hatte, nahm am Bundesparteivorstand übrigens nicht teil.

Auch die Steirer hielten mit Kritik nicht hinter dem Berg. Klubchef Drexler sieht massive Fehler in der Vergangenheit, denn "die Bundespartei hat das schon vor Monaten in den Sand gesetzt." Zwischen Fischer und Rosenkranz bzw. Strache wählen zu müssen, bezeichnet er als "Zumutung für alle Demokraten." Und wie Erwin Pröll glänzte auch der steirische Parteichef Schützenhöfer mit Abwesenheit bei der Vorstandssitzung.

Verzicht eine Anerkennung für Fischer?
Fast schon als Hohn muss da die Aussage von Bundeskanzler interpretiert werden, der via Aussendung meinte, dass "dieser Schritt zeigt, dass das verbindende Amtsverständnis und die unabhängige Amtsführung Heinz Fischers über Parteigrenzen hinweg große Anerkennung finden."

(red)

3.3.2010 11:32
Woppo, 01. 03. '10 23:22
Erwin Pröll hätte früher sagen müssen,das er nicht antritt,
so hat er der eigenen Partei keinen guten Dienst erwiesen !
clavacs, 27. 02. '10 16:21
Bitte Mitwirken!
BP-Wahl: Laut Profil wird HC Strache morgen Sonntag offiziell Frau Rosenkranz als Mitbewerberberin ins Rennen um die Hofburg schicken. Armes Österreich! Der System-inquisition, einschließlich dem konspirative System-Journalismus , gelingt meine Verhinderung, womit die Hydra-Diktatur, fälschlich als Demokratie propagiert, fortgeschrieben wird ... www.mitwirken.eu
Liebe Österreicherinnen und Österreicher, stärken Sie bitte unsere Demokratie und zeichnen Sie ihre Unterstützungserklärung für mich. Sie finden alle erforderlichen Informationen auf meinen Websetien: www.mitwirken.eu
http://hansahas.blogg.de
mr.sauer, 27. 02. '10 13:55
Erstens, zweitens....
Erstens glaube ich nicht an die finaziellen Probleme irgendeiner Partei in Österreich (zumal ja alles Steuergelder, bez. nicht veröffentlichter und daher nicht nachvollziehbarer Parteispenden).
Zweitens glaube ich dass unser BP Fischer, auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen, trotzallem (Lissabonvertrag), ein hohes Ansehen in der Bevölkerung genießt.
Drittens: Auch wenn mir die Fr.Rosenkranz optisch, inhaltlich, parteimäßig zutiefst unsympathisch ist, finde ich es tapfer, in einen aus meiner Sicht aussichtslosen Kampf zu gehen.
Viertens: All dies ins Kalkül ziehend, glaube ich dass Hr. Pröll ein schlauerer Fuchs ist als die meisten glauben. (Nach dem Motto: Lasst FPÖ und SPÖ sich gegenseitig zerfleischen: Die streiten, wir arbeiten)
kirkfrank1, 26. 02. '10 16:59
Bundespräsidenten Wahl
Die ÖVP stellt keinen Kandidaten auf, weil sie einfach das Geld für den Wahlkampf nicht hat. Dieses wird ja ach Gott wie ungerecht nicht vom Staat zurück gezahlt. Das ganze wird mit wie üblich einer großen Wolke heißer Luft versteckt. Es ist mir ein absolutes Rätsel wie dieser rückgratlose Schleimer so einen Zuspruch in der Bevölkerung haben soll. Fakt ist er ist ein Roter deshalb diese glücklose grosse Koaltion. Er ist parteiisch bis zum Abwinken und tut dann brav was die Regierung will siehe Unterschrift des Lissabon Vertrages. Den kann ich nicht mehr wählen der ist für nichts und gar nichts. Am besten wäre es dieses sinnlose Amt abzuschaffen
Vasant, 26. 02. '10 12:25
Pröll´s Entscheidung ist sehr gut!
Es ist unwahrscheinlich bei dem Zuspruch von H. Fischer,
dass eine andere "Partei" bzw. Politiker dieses Amt auch
nur annähernd bekommen würde.

Auch die FPÖ unabhängig davon ob Fr. Rosenkranz oder
auch H.C. Strache antreten würden, könnten durch eine
Niederlage einen schweren Rückschritt für die künftigen
Wahlen in diesem Jahr dadurch erleiden.

Einige "Politiker" der ÖVP sind halt auf der Linie
machtgeil zu sein und sind dadurch geblendet bzw.
sehen die intelligente Taktik von Hr. Pröll dahinter
nicht im geringsten, aber aus diesem Grund sind
die auch nur "kleine" Nummern bei der ÖVP die
jetzt halt kritisieren und sich selbst am Liebsten
im Amt des BP sehen würden.

Ich bin kein ÖVP Anhänger und die Politik ist mir
auch nicht immer sympathisch seit Schüssel, aber
der Schritt ist richtig!
sidestep, 28. 02. '10 13:39
Re: Pröll´s Entscheidung ist sehr gut!
Inzwischen ist klar, dass Frau Rosenkranz (Gott sei Dank) kandidierern wird. Dass Strache für das Amt kandidieren würde, da ist allein der Gedanke daran schon verboten. Jemand der lügt hat in diesem Amt nichts verloren! Das ist nur eine Verfehlung von vielen (lügen), die ich ihm zur Last lege