Republikaner gehen nicht auf Obama zu:
Gesundheitsgipfel endet ohne Übereinkunft
- TV-Talk galt als letzter Anlauf des US-Präsidenten
- "Abgespeckte Version" der Reform noch möglich

·Abrüstungspläne von
US-Präsident Obama
Amerikanisches Atom-
arsenal wird abgebaut
·Republikaner gehen nicht auf Obama zu
Gesundheitsgipfel endet ohne konkretes Ergebnis
Bei dem mit Spannung erwarteten Gipfel zu den Gesundheitsreformplänen von US-Präsident Obama hat es keinen Durchbruch gegeben. Das Treffen ging ohne Einigung zu Ende. Obama appellierte zum Abschluss an die oppositionellen Republikaner, noch einmal in sich zu gehen und Punkte der Gemeinsamkeit zu finden, um 30 Millionen unversicherten Amerikanern eine Krankenversicherung zu bieten.
Es gebe kein weiteres Jahr mehr Zeit für Debatten, drängte er. Die Republikaner bestanden bei dem Treffen darauf, dass Obama die Gesetzesvorlagen seiner Demokratischen Partei in den Mülleimer wirft und noch einmal von vorn anfängt. Die derzeitigen Pläne sind nach ihrer Ansicht zu teuer. Obama betonte, wenn die Meinungsverschiedenheiten mit den Republikanern nicht überwunden werden könnten, werde er ohne deren Mitwirkung weitermachen.
"Beide Seiten stimmen darin überein, dass wir Reformen auf dem Krankenversicherungsmarkt brauchen", sagte Obama in seiner Abschlussbilanz. "Aber über die Einzelheiten gibt es viele Differenzen." In der fast siebeneinhalbstündigen Diskussion mit Vertretern beider Parteien wollte Obama ausloten, ob und wie er seine Gesundheitsreform in letzter Minute vielleicht doch noch durchsetzen kann. Die Republikaner machten dabei vor allem klar, dass sie die Regierungskontrolle über das Gesundheitssystem ablehnen. (apa/red)
