Samstag, 27. Februar 2010

Ende der Offensive in Afghanistan naht:
Kämpfe mit Taliban sind großteils vorbei

  • Rebellische Kämpfer bei Marja getötet oder verjagt
  • 15.000 internationale Soldaten an Operation beteiligt

Die internationale Großoffensive in Südafghanistan ist fast beendet. Der Großteil der Kämpfe sei vorbei, sagte US-Kommandant Ben Hodges. Die meisten Taliban-Kämpfer in und um Marja sind demnach entweder getötet oder verjagt worden oder haben sich unerkannt unter die Bevölkerung gemischt.

Zwar werde es einige Wochen noch sporadische Kämpfe geben, sagte Hodges, der die Operationen in Südafghanistan leitet. "Aber der Großteil der Kämpfe liegt meiner Meinung nach hinter uns."

Die Offensive "Mushtarak" (Gemeinsam), an der rund 15.000 afghanische und ausländische Soldaten beteiligt sind, läuft seit Mitte Februar und soll die Taliban aus den Opium-Anbaugebieten rund um Marja und Nad Ali vertreiben. Am Donnerstag wurde als Zeichen der Kontrollübernahme die afghanische Flagge auf dem Markt in Marja gehisst. Die Offensive gilt als erster großer Testfall für die Erfolgsaussichten der neuen Afghanistan-Strategie von US-Präsident Obama, die die Vertreibung der Taliban mit einem zivilen Aufbau verbinden soll.
(apa/red)

27.2.2010 12:51
Ferdiburli, 28. 02. '10 08:45
Glaubt denn wirklich jemand
dass das ein Erfolg war?! "Verjagen" kann nie und nimmer das Ziel einer Bekämpfung von Aufständischen sein. Aber das is den Amis ja völlig wurscht. Es geht ihnen um die Präsenz im Land, um sonst gar nix.
sidestep, 28. 02. '10 09:27
Re: Glaubt denn wirklich jemand
Nein es geht den Amis nicht um die Präsenz in diesem Land. Die Amis glauben, dass sie nicht als Verlierer das Land verlassen können . Ich bin völlig überzeugt, dass sie sich lieber heute als morgen aus dem Land hinausbegeben würden. Tun sie es aber zum jetzigen Zeitpunkt, dann müssen sie als Verlierer gehen und das schmeckt ihnen, der angeblichen Weltmacht und dem angeblichen Weltpolizisten nicht. Ist das gleiche Schicksal doch schon den damaligen Sowjets beschieden gewesen. Auch sie mussten geschlagen das Land verlassen.
Der-Meidlinger, 28. 02. '10 11:18
Re: Glaubt denn wirklich jemand
Ich kenne Afghanistan. So lange die US-Pharmaindustrie auf das Rohopium angewiesen ist so lange werden die Amis in Afghanistan bleiben und die depperten Europäer zahlen Blutzoll für die USA-Interessen.