Donnerstag, 25. Februar 2010

Fröhliche Politiker, aber schlechtes Image:
Ansehen Kärntens hat den Tiefpunkt erreicht

  • Gründe: Hypo-Skandal und politische Turbulenzen
  • Imagekrise schädigt die Industrie auf lange Sicht

Das Image Kärntens hat nach dem Hypo-Skandal und politischen Turbulenzen der vergangenen Wochen und Monate einen Tiefpunkt erreicht. Rund die Hälfte der Kärntner glauben deshalb, dass es in der Politik zu "grundlegenden Änderungen", wie etwa dem Austausch von Köpfen oder Neuwahlen, kommen muss. Das hat eine von der Kärntner Industriellenvereinigung in Auftrag gegebene Studie der Karmasin-Marktforschung ergeben.

Befragt wurden sowohl Kärntner über ihr Selbstbild als auch Bewohner anderer Bundesländer über das Fremdbild über Österreichs südlichstes Bundesland. "Das Fremdbild war erwartet kritisch, die Kärntner sehen die Situation überraschenderweise aber noch kritischer", erläuterte Sophie Karmasin im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Klagenfurter ORF-Theater.

Verschuldung im Bewusstsein
Karmasin geht daher davon aus, dass die Auseinandersetzung der Kärntner mit der Krise bereits stattgefunden hat. Dass Thema der enormen Verschuldung des Bundeslandes sei bei den Menschen angekommen. "Nur mehr 15 Prozent glauben, dass die Landesverschuldung nicht höher ist als im österreichischen Durchschnitt", sagte Karmasin.

Der Kärntner Industrie würde durch die Imagekrise schon jetzt Schaden erwachsen, meinte IV-Präsident Otmar Petschnig. In Zahlen ausdrücken würde man diesen Schaden allerdings erst in einigen Jahren können. Petschnig skizzierte die Krise mit der selbst aufgestellten Formel "1-4-13". Der Schuldenstand des Landes würde täglich um eine Mio. Euro wachsen, gleichzeitig würde die Bevölkerung um vier Einwohner schrumpfen und zusätzlich habe man mit einer Arbeitslosenquote von dreizehn Prozent zu kämpfen, erläuterte Petschnig. All dies Entwicklungen gelte es aufzuhalten und umzukehren.

Kontraproduktiver Doppelpass
"Einen guten Wirtschaftsstandort zeichnen Stabilität und Berechenbarkeit aus, die Umfrage zeigt uns etwas anderes", sagte Monika Kircher-Kohl, Vorstandsvorsitzende von Infineon Österreich. Junge und gut ausgebildete Menschen würden das Land verlassen, gleichzeitig das Bild vermittelt, dass Ausländer nicht gebraucht würden. "Diese Doppelpass ist kontraproduktiv", erklärte Kircher-Kohl.

Profil-Chefredakteur Herbert Lackner verwies auf eine Umfrage aus dem Jahr 1988, als die Kärntner noch "mit Abstand" als die beliebtesten Österreicher galten. Die Politik sei allerdings zu lange "auf dieser Welle" geritten. "An der jetzigen Situation haben alle Parteien ihren Anteil", meinte Lackner. Es sei niemandem in den vergangenen Jahren gelungen, Politik klar zu formulieren.

(apa/red)

25.2.2010 11:51
War-Lord, 16. 03. '10 15:36
Blies, ei dont leik sis slowakian sleng
Ich bitt euch, könnts ihr das slowenische Geschwafel hier unterlassen ...*gg ... weil sonst versteht euch ja der Durchschnittswähler der FPÖ, der zwischen 1938 und 1945 geborgen ist, - wie meinereiner, nimmer...senk yu fery match ;-)
War-Lord, 16. 03. '10 15:42
Re: Blies, ei dont leik sis slowakian sleng
Siehst das haben wir Kärntner jetzt davon, weil wir den "Russen" die Einbürgerungpapiere geben wollten, wegen die paar Euro Investitionen im schönen Kärnten... verstehst ja dein eigenes Wort nimmer im Land...
kaernter1, 26. 02. '10 19:33
Re: to sidestep
Geboren und aufgewachsen im schoenen Gailtal, so ganz verweiger ich nicht meine gailtalerische Muttersprache (Dialekt). Wenn ich meinen Urlaub daheim verbringe, bin ich auch sehr froh unsere Sprache sprechen zu duerfen und glauben sie mir mit Stolz. With sadness, I have to admit that my biggest handicap is to convey diplomatic comments in German and resort to my second language in order to get my thoughts / opinions across. Believe me I understand your point of view. Ciao.
kaernter1, 25. 02. '10 19:13
Traurig aber Wahr
As a fellow Austrian residing abroad, I have said for years "Froehliche Politiker, aber schlechtes Images". I have visited Carinthia almost every year for the last 10 years, except for 2009, and even my Carinthian's family relatives rejected my opinion regarding their image beyond the borders in Europe and the world. Unquestionable, that the late Haider and followers or whatever is left thereof. They are the main culprits and as well some politicians from other parties have had a lot to do with the current problems besetting this beautiful province of ours. The Kaerntner need to eliminate the cancer, and call for Neuwahl. The people of Carinthia need to pick themselves up and re-energize and repair the image they once so enjoyed beyond their borders.
maierhofer____, 26. 02. '10 01:44
Re: Traurig aber Wahr
Maybe you should try to post comments at www.derstandard.at, this is the place where cultured people with an idea about economic regularly post. Most time you can discuss on a very high level wihout a flame-war like at news.at when there`s a news about FPÖ, Hc Strache or other chauvinists... Well most people here are patriots, then the people who vote for fpö are nationalists and some... are chauvinists ;)
kaernter1, 26. 02. '10 02:05
Re: Traurig aber Wahr
Dear Maierhofer,
Danke schoen for taking time reading my comment, and I definitely will heed your suggestion. Ciao and still & always will be a proud Kaerntner.
interzona, 26. 02. '10 02:31
Re: Traurig aber Wahr
I am very happy that finally somebody writes in english because i am getting bored to talk only german or austrian or however this language is really called. i want to fill my brain with new informations, we know that we use only a third of it. hehe.
Marc99, 26. 02. '10 07:35
Ich frage mich
wie viele deutschsprachige postings es in britischen oder amerikanischen Internet-Foren gibt? Meiner Vermutung nach wenige bis keine. Einfach deshalb weil die Fremdsprachenkenntnisse in diesen Ländern bei weitem nicht so hoch sind wie in Österreich.
sidestep, 26. 02. '10 07:51
Re: Traurig aber Wahr
Wenn du ein Kärntner bist, dann will ich keiner mehr sein. Du musst, wie die Scheuchs und die Dörflers immer beweisen, was du kannst. Diesmal ist es halt, dass du relativ gut englisch kannst. Es wird immer wieder geklagt, dass immer mehr anglizistische Wörter unsere Sprache verunzieren. Du verunzierst die Sprache nicht, du verweigerst sie schon zu sprechen. Ein Armutszeugnis der besonderen Art. Übrigens, falls du meinen solltest, ich könnte deinen Beitrag nicht lesen. Da irrst du dich weil ich im Auftrag meiner Firma in der ganze Welt, vorzüglich in Australien arbeiten muss. Wenn ich aber zu Hause bin, dann bin ich froh unsere Sprache sprechen zu dürfen. Du bis kein Kärntner wie dein Nick es vorgibt du gibst nur vor einer zu sein! Arm, ärmer, "Kärntner1"
Ferdiburli, 25. 02. '10 13:19
Da fällt mir der Witz ein:
Was steht auf der Pack und hat einen IQ von 100???







100 Kärntner!
Wien_1190, 25. 02. '10 13:30
Re: Da fällt mir der Witz ein:
Unnötigester Post seit es "Ferdiburli" gibt!
Ferdiburli, 25. 02. '10 14:13
Re: Da fällt mir der Witz ein:
Das heisst: "unnötigster", und nicht "unnötigester".

Aber ich gestehe, mein Kommentar war unnötig. Sorry.
sidestep, 25. 02. '10 14:58
Re: Da fällt mir der Witz ein:
Wenn jemand so etwas schreibt, dann ist es fraglich ob er weiß, was die Abkürzung IQ bedeutet. Wahrscheinlich "ich quacke nur Blödsinn daher"!
voice_88, 25. 02. '10 11:53
Nicht mehr zu retten!
Das Ansehen Kärntens ist doch schon lang im Keller. Und das wird auch so bleiben, so lange es so lächerliche Politiker wie Petzner gibt
sidestep, 25. 02. '10 12:23
@voice_88
Ich kann nicht nachvollziehen wenn du sagt, dass das Ansehen "Kärntens" doch schon lange im Keller ist. Was hat "Kärnten" verbrochen? Es sind die Politiker, die für dieses Desaster veranwortlich sind und nicht das Land oder seine Bevölkerung. Ich sage ja auch nicht, dass Wien all sein Ansehen verloren hat, weil ein Oberalki dort eine führende Postition einnimmt! Soltest du nun sagen, dass jedes Land die Politiker bekommt, die es verdient, dann antworte ich dir darauf, dass niemandn wissen konnte, wo diese "G´fraster" das Land hinführen werden. Pass einfach auf, was nach den nächsten Wahlen sein wird. Bis dahin müssen die Kärntner die Strafe mit solchen Politikern leben zu müssen, ohnehin ertragen. Das ist Strafe genug.
Wien_1190, 25. 02. '10 12:28
Re: Nicht mehr zu retten!
Die Peroblematik mit den "unfähigen Politikern" begrenzt sich nicht auf Kärnten!

Es ist schon klar das Bankskandale bzw. generell Skandale einem Bundesland sehr schaden können, nur ich muss mich Sidestep anschließen, denn die Bevölkerung kann überhauptnichts dafür(außer das sie am Wahlzettel ein Kreuz bei den "regierenden" Parteien gesetzt haben).

Die Österreichische Politik gehört generalüberholt! Völlig überteuert, richtig unnötig, und am besten Weg sich selbst auszuschalten.
keinbrauner, 25. 02. '10 12:38
Re: Nicht mehr zu retten!
Die Gfraster sind nicht der Petzner, sondern der Haider und seine Buberln und Nehmer. Solange diese Dilos wie Dörfler und Konsorten zu x-ten mal von den Kärtner gewählt werden, wird Kärnten nicht das beste Ansehen haben.
Marc99, 25. 02. '10 12:42
@sidestep
Naja, gar so gestraft sind die Kärntner auch wieder nicht geworden. Ich weiß aus meinem eigenen Bekanntenkreis welche Privilegien und Sonderunterstützungen der gute Onkel Jörg unter seinen Landsleuten verteilt hat. Gelder von denen das restliche Östereich nur träumen konnte. Jetzt muß allerdings ganz Österreich für den Schaden aufkommen und das ist mit Sicherheit nicht ok. Eigentlich sollten die Kärntner jetzt auch Sondersteuern bezahlen, die das übrige Österreich nicht zahlt.
voice_88, 25. 02. '10 12:46
Re: Nicht mehr zu retten!
Ja du hast Recht. Ich hab ja auch nichts gegen die Kärntner. Hab auch Verwandte In Villach. Nur die Allgemeinheit neigt leider zur Verallgemeinerung. Man hört ja immer die Vorurteile. Die Kärnter, die Burgenländer, die Wiener....... Wenn einer was falsch macht, oder etwas eigenartig ist, wirds oft auf alle Bezogen. Leider!
sidestep, 25. 02. '10 12:50
@marc99
Ja du hast recht, wenn du sagst, dass das übrige Österreich für einen Teil der Schulden mit aufkommen muss. Trotzdem haben dies die Politiker "verbrochen" oder hast du je einen Bürger im übrigen Österreich gesehen, der nicht erfreut die Hand aufgehalten hat, wenn ihm jemand - wenn auch aus wahltaktischen Gründen was ja nicht jeder durchschauen konnte - etwas hineingelegt hat. Und für den Großteil der Schulden (18 Milliarden Haftungen des Landes, dies ist 9 mal mehr als ein Jahresbudget in Kärnten ausmacht) werden die Kärntner und ihre Kinder oder sogar die Kindeskinder die davon nichts haben, aufkommen müssen. Sie werden also das, was sie bekommen und auch genommen haben, im Schweiße ihres Angesichtes zurückzahlen müssen (sprich "Gürtel enger schnallen").