Deftige Attacken gegen Ministerin Fekter:
"Tricksen, täuschen & dann drüberfahren"
- Eberau: Soll sich bei der Bevölkerung entschuldigen
- Fekter wehrt sich: "Alles rechtskonform abgewickelt"
Mehr als 90 Prozent stimmen gegen Asylzentrum
·Nach Eberau Debatte um Thalham entbrannt
Volksbefragung über Asylzentrum gefordert
·"Tricksen, täuschen & dann drüberfahren"
Eberau: Deftige Attacken gegen Ministerin Fekter
·Eberauer sagen
"Nein" zu Asylzentrum
Volksbefragung: 90,1 Prozent sind gegen Bau

Mehr als 90 Prozent Zustimmung, da sparte Hans Niessl nicht mit deftigen Verbalattacken. Innenministerin Maria Fekter, die Urheberin der Causa Eberau, bekam vom burgenländischen Landeshauptmann ihr Fett weg, warf dieser ihr doch "Tricksen, Täuschen und Drüberfahren" vor. Und als Sahnehäubchen obendrauf verlangt er noch eine Entschuldigung bei der Bevölkerung.
Es war in der ORF-Sendung "Im Zentrum", in der sich Niessl kein Blatt vor den Mund nahm. Mangelnde Kommunikation, geheime Aktionen der ÖVP sowie "Tricksen, Täuschen und Drüberfahren" warf der sozialdemokratische Landesfürst der ÖVP-Ministerin vorwurfsvoll an den Kopf. Dann noch eine Entschuldigung bei der Bevölkerung zu erwarten, muss zweifelsohne als glatter Hohn interpretiert werden.
Die Attackierte selbst, die mehr als 90 Prozent Ablehnung gegen ihr Projekt verdauen musste, wehrte sich naturgemäß gegen die Vorwürfe. Vollkommen rechtskonform habe sie gehandelt, und daher werden auch die Beschwerden bei den Höchstgerichten nicht, wie von Niessl gefordert, zurückgezogen. Denn damit, so die Ministerin, soll ihr korrektes Verhalten in der Causa Eberau bewiesen werden.
Ob ein drittes Erstaufnahmezentrum nun an anderer Stelle gebaut werden soll, das ließ die Ministerin offen. Zwar gebe es derzeit keinen "großen Druck", weil die Antragszahlen niedrig seien. Doch könne man "Flüchtlingswellen nicht planen".
(red)
