Montag, 1. März 2010

Regierung zeigt sich in guter Stimmung:
Keine "heißen Eisen" bei Klausur in Graz

  • Insolvenzrecht soll einer Reform unterzogen werden
  • Bankensteuer, Asylrecht und Pensionen ausgespart

Die Regierung hat Tag eins ihrer ersten Klausur des Jahres 2010 nicht gerade mit aufregenden Neuigkeiten gespickt. Vielmehr verbrachte man den Großteil des Vormittages damit, sich von Gesundheitsminister Alois Stöger über den Lebensmittel-Skandal rund um Listeriose-Quargel informieren zu lassen und die aktuellen Arbeitsmarktdaten zu kommentieren. Ansonsten geboten wurde ein vager Plan zum Ausbau der Ganztagesschulen sowie als einzige echte Reform das neue Insolvenzrecht.

Letztmals war die Regierung im September vergangenen Jahres zu einer Klausur zusammengekommen. In Salzburg hagelte es brisante Reformen - von Krankenkassenfinanzierung über einkommensabhängiges Kindergeld bis hin zum Fremdenrechtspaket. Für Graz haben es SPÖ und ÖVP gemütlicher vorgesehen. Keines der aktuellen Streitthemen - in Frage gekommen wären etwa "Aufenthaltspflicht" für Asylwerber, Pensionsreform oder Ausgestaltung der Bankenabgabe - schaffte es auf die Tagesordnung, und auch der Budgetpfad für den Sparhaushalt 2011 wurde nicht rechtzeitig fertig.

Gute Stimmung
Folgerichtig hatten Kanzler Werner Faymann und Vizekanzler Josef Pröll in ihrer einzigen Pressekonferenz des ersten Klausurtages wenig bis gar nichts Neues zu bieten. Man bekundete aber, dass die Regierung in guter Stimmung sei und dass man bei der Entwicklung der Arbeitsmarkt-Daten im internationalen Vergleich ordentlich da stehe. Besonderen Wert legt man auf die Qualifizierung Jugendlicher, weshalb die so genannten Produktionsschulen ausgebaut werden.

Fürs Schulische war in Graz Unterrichtsministerin Claudia Schmied zuständig, die einen Ausbau der Ganztagsbetreuung bewarb. Konkret wurde sie nicht, denn eine Expertengruppe soll erst bis zum Sommer einen Masterplan erarbeiten. Österreichweit geht Schmied von einem Bedarf nach 350.000 Plätzen aus. Damit werde eine Verdreifachung des derzeitigen Angebots als Zielrichtung angepeilt. Vereinbart wurden auch weitere Sanierungsprojekte an fünf Bundesschulen im Ausmaß von 51 Mio. Euro.

"Retten statt ruinieren"
Am Konkretesten wurde die Regierung fürs Erste beim neuen Insolvenzrecht. Ziel ist es, die Sanierung in Eigenverwaltung zu unterstützen. Anstelle des derzeit bestehenden Konkurs- und Ausgleichverfahrens soll es künftig ein einheitliches Insolvenzverfahren geben. Das Motto laute "Retten statt ruinieren", so Justizministerin Claudia Bandion-Ortner. Man wolle den Makel des Scheiterns beseitigen, aber auch Sanierungschancen für Unternehmen erhöhen, Konkursverschleppungen verhindern, Konkursabweisungen mangels Masse zurückzudrängen und die Verfahrensstrukturen vereinfachen und modernisieren.

Was die Regierung am zweiten und abschließenden Klausurtag bieten wird, ist noch nicht so ganz klar. Pröll kündigte einen Schwerpunkt Verwaltungsreform an, zudem wird Außenminister Michael Spindelegger über Afghanistan vortragen. Sicher noch kein Thema ist eine Erhöhung der Mineralölsteuer um 10 Cent pro Liter, wie sie zuletzt medial kolportiert wurde. Die Regierungsspitze betonte ausführlich, zunächst auf eine ausgabenseitige Budgetsanierung zu setzen. Ein klares Dementi gab es dann aber auch nicht.


(apa/red)

1.3.2010 15:45
clavacs, 01. 03. '10 17:08
Bester Laune
Wie man vor dem Hintergrund des schlimmsten Nachkriegsskandals hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen bester Laune sein kann, verwundert mich schon sehr und lässt mich eher an Zynismus denken!
Liebe Österreicherinnen und Österreicher, fragen Sie Ihre Regierungsmitglieder was Sie Ihnen so alles verschweigen, Sie werden es Ihnen nicht sagen wollen.
Infos auf meinen Webseiten: www.mitwirken.eu und http://hansahas.blogg.de
Bitte machen Sie mit und unterstützen Sie mich bei meiner Bewerbung um die Kandidatur zum Bundespräsidenten - besten Dank!
Klawatsch als Bundespräsident!
Vasant, 01. 03. '10 18:10
Re: Bester Laune
Also jetzt mal ehrlich ... ist ja ne nette Rede von dir und
sicher auch ernst gemeint, aber ein Land zu regieren ist
schon mit mehr Erfahrung und Wissen verbunden, als nur
eine Internetplattform zu eröffnen;)

Außerdem braucht man dazu mehr Qualitäten, als nur
aufzuzeigen, dass (dir) die jetzigen Regierungsmitglieder
nicht ideal (schön umschrieben) bzw. geeignet
vorkommen.

Ich bin auch sehr froh, dass kein Lugner als Kandidat
antritt und genauso bin ich aber dafür, dass wir nicht
in Zeiten landen, wo sich jeder selbst aufstellt, weil
er zwar ne HP machen kann, aber sonst von dem
hohen und wirklich wichtigen Amt für das Land
keine Ahnung hat.

Nimms nicht persönlich, aber damit machst dich nur
lächerlich!
clavacs, 01. 03. '10 19:31
Re: Bester Laune
Verträgt ihr die Wahrheit nicht, ich wiederhole mich: Vasant, über deine Ausführungen kann ich leider nur schmunzeln, die Weltpolitik macht sich seit sieben Jahren meine Ideen und Thesen zu nutze ... Ich weiß um meine Überheblichkeit ...
Vasant, 02. 03. '10 14:09
Re: Bester Laune
Und ich über die Tatsache, dass nun jeder als Trittbrett-
fahrer glaubt Politik machen zu können. Wenn du also
so gute Ideen und Thesen hast, die man ja sichtlich von
dir kopiert, dann wirst ja bald ein erfolgreicher BP sein;)

Bin schon gespannt, ob nun nach deinen großen Worten
auch große Taten folgen, denn sonst wäre auch deine
Glaubwürdigkeit weg!
clavacs, 02. 03. '10 15:16
Re: Bester Laune
Vasant, Deine Schlüsse sind schon reichlich amüsant ...
Die Österreicherinnen und Österreicher haben es wohl in der Hand und würde mich der System-Journalismus nicht absichtlich totschweigen, wäre schon viel gewonnen ...
Vasant, 01. 03. '10 15:57
Das Titelfoto ist genial!
Mehr als 50% der am Foto abgebildeten "Politiker" werden
nur fürs Grinsen bezahlt bzw. versteh ich nicht, wie z.B.
ein Darabos und ein Faymann bei ihren erbärmlichen
Leistungen noch so eine gute Laune haben können?

Das muss ein SPÖ Leiden sein, dass man trotz schlechter
Werte und Leistungen immer gut drauf ist. An deren
Stelle hätte ich nicht mal Zeit für einen Fototermin, weil
ich außer Arbeiten nichts anderes machen könnte bzw.
sollte.

Während das Heer eingeht ist der Herr Darabos in der
Funktion als Sportminister in Vancouver und macht sich
ne schöne Zeit auf Staatskosten und kriegt dafür auch
noch ein super Gehalt. Also in Österreich ist ein Traum
Job mit Sicherheit Politiker! Nichts leisten, viel kassieren
und die Welt bereisen. Kanns was Besseres geben?
hary1965, 01. 03. '10 09:58
Unfähigkeit und Langeweile
ist das das einzige das die beiden Köpfe wird rauchen lassen. die genannten Themen sind nun seid 25 Jahren Thema und bisher gab es noch nie eine Lösung. Aber wirklich heikle und wichtige Themen die die zukunft betreffen werden sind wiedermal kein Thema. Man fragt sich wirklich was außer Träumen und Feierlichkeiten besuchen diese Regierungspolitiker überhaupt tun?
Kein seriöser Jorunalist läßt mehr ein gutes Haar an dieser Regierung, außer Blätter mit tiefem Niveau wie eine Zeitung Österreich, die diese Regierung lobt. Solche Blätter sind aber nur da um Leute zu informiern welchen Tanga die Olympiasiegerin trägt, oder welche Party die Queen wieder besucht hat
kurt144, 01. 03. '10 10:40
Re: Unfähigkeit und Langeweile
na super da könnens wieder 2 Tage gratis fressen und saufen um unser Steuergeld und geändert hat sich trotzdem nichts, schickt diese Versager nach Sibirien auf ein nimmerwiedersehen.