Anstieg von knapp 8.000 Personen: Immer
mehr Personen auf Sozialhilfe angewiesen
- Rund 99.000 benötigten im Dezember 2009 Hilfe
- Zahl der Langzeitarbeitslosen stark angestiegen

·"Arbeitsplätze nur
die halbe Wahrheit"
Sozialexperte Martin
Schenk im NEWS.at-Talk
·"Sehne mich danach,
dass es wärmer wird"
Hundstorfer im FORMAT-
Talk zur Arbeitslosigkeit
Die Zahl der Sozialhilfeempfänger ist im Dezember 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum österreichweit um 8,7 Prozent oder knapp 8.000 Personen gestiegen. Laut Sozialminister Hundstorfer muss der Anstieg aber ein wenig relativiert werden: Denn von 2007 auf 2008 sei er genau so hoch gewesen - dabei habe es sich aber noch um eine Zeit der Hochkonjunktur gehandelt.
Waren es im letzten Monat 2008 noch 90.957 Sozialhilfebezieher, wurden im Dezember 2009 98.893 verzeichnet (+8,7 Prozent). Die Zahl stieg laut den Unterlagen in allen Bundesländern, dies aber in unterschiedlichem Ausmaß. Die Steigerungsrate lag dabei zwischen drei und 20 Prozent.
Hundstorfer: Anstieg ist zu relativieren
Der Anstieg bei den Beziehern sei zu relativieren, erklärte der Minister. Von 2007 auf 2008 sei er nämlich genau so hoch gewesen und dabei handelte es sich noch um eine Zeit der Hochkonjunktur. Außerdem sinke die Zahl der Dauer-Sozialhilfebezieher, zugenommen hätten die sogenannten "Aufstocker", die zu ihrem niedrigen Gehalt oder zum Arbeitslosengeld noch etwas dazu bekommen. Dass es von diesen nun mehr gebe, habe mit der Wirtschafts- und Finanzkrise zu tun, so Hundstorfer.
Starke Steigerung bei Langzeitarbeitslosen
Eine starke Steigerung wurde zuletzt bei den Langzeitarbeitslosen verzeichnet, hier liegen neueste Daten aus dem Jänner 2010 vor. Zwischen Jänner 2008 und dem Vergleichszeitraum 2009 sank die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen zwar von 39.220 auf 34.601. Im ersten Monat 2010 stieg sie jedoch auf 43.094. Die Veränderung zwischen Jänner 2008 und Jänner 2010 betrug somit +9,9 Prozent. Von der Steigerung waren in erster Linie Personen zwischen 15 und 24 Jahren sowie Männer im Haupterwerbsalter betroffen.
(apa/red)
