Bürger verhindern geplante Abschiebung:
Kosovo-Familie bleibt vorerst in Vorarlberg
- 30 Bürger versammlten sich vor Haus der Flüchtlinge
- Familie ist seit vier Jahren hier und bestens integriert

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Eine geplante Abschiebung einer in Röthis (Bezirk Feldkirch) lebenden kosovarischen Flüchtlingsfamilie ist nach Protesten von Einheimischen und des Bürgermeisters verschoben worden. Die vierköpfige Familie mit Kindern im Alter von drei und fünf Jahren sollte gegen 4.00 Uhr daheim abgeholt werden. 30 Bürger hatten sich vor dem Haus versammelt und verhinderten die Abschiebung.
Nach Telefonaten von Bürgermeister Norbert Mähr mit den Behörden wurde die Aktion abgebrochen. "Die Beamten vor Ort waren sehr kooperativ, es ist alles friedlich verlaufen", sagte Mähr. Geplant war, die Familie zunächst ins Anhaltezentrum Bludenz zu bringen. Für 8.00 Uhr war für die Familie ein Flug mit Abflughafen Zürich gebucht.
Nach Angaben von Sicherheits-Landesrat Schwärzler haben die Asylbehörden in dem Fall der Familie negativ entschieden. Er habe sich für ein humanitäres Bleiberecht der Familie eingesetzt. Dieses zu erteilen sei aber nicht möglich, da gegen den Familienvater ein Aufenthaltsverbot in Deutschland vorliege. Laut Mähr wird der Mann - der selbst in Deutschland geboren sei - der illegalen Einreise nach Deutschland beschuldigt, wo er seine Mutter besucht habe.
Bevor nun weitere Schritte gesetzt werden, wolle man die Situation mit dem Aufenthaltsverbot abklären, sagte Schwärzler. Das habe er mit der Sicherheitsdirektion so besprochen. Nach Mährs Informationen "kann dieses Delikt innerhalb von drei Wochen gelöscht werden". Jedenfalls müsse eine "menschliche Lösung" gefunden werden, betonte der Bürgermeister: "Die Familie ist seit vier Jahren da und bestens integriert, sie sprechen gut Deutsch und haben Arbeit". (apa/red)
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