Bakschisch-Alarm in Österreichs Heer:
Schmiergeld bei Bestellung der "Dingos"?
- Unregelmäßigkeiten bei Fahrzeug-Geschäft geprüft
- Beschaffungsvorhaben von Darabos längst gestoppt

·Bakschisch-Alarm
beim Bundesheer
Floss Schmiergeld bei der
Bestellung der "Dingos"?
·Darabos: Bundesheer
natürlich einsatzbereit
Kritik der vergangenen Wochen sei "überzogen"
·Assistenzeinsatz soll
fortgesetzt werden
Regierung will Kosten von
38 Mio. in Kauf nehmen
Die im Vorjahr aus Kostengründen gestoppte Anschaffung von 145 Allschutz-Transportfahrzeugen für das Bundesheer soll nun von der Staatsanwaltschaft auf Unregelmäßigkeiten geprüft werden. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat das Verteidigungsministerium eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Es bestehe der Verdacht, dass der Dingo des deutschen Produzenten Krauss-Maffei Wegmann bevorzugt worden sei.
Laut "profil" laufen bereits seit Monaten interne Ermittlungen. Im Mittelpunkt der Untersuchungen soll jene Kommission im Verteidigungsministerium stehen, die die Angebote der Anbieter bewertete. Die Überprüfung durch Generalleutnant Freyo Apfalter habe einen Verdacht auf strafrechtlich relevante Vorgänge ergeben, es würden auch disziplinarrechtliche Konsequenzen für einzelne Mitglieder der Bewertungskommission geprüft.
Die Ausschreibung der 170-Millionen-Euro-Beschaffung von Allschutz-Transportfahrzeugen wurde noch unter Verteidigungsminister Günther Platter geplant. Angebote legten neben Krauss-Maffei Wegmann die Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeug mit dem RG-31 sowie der Tiroler Hersteller Achleitner mit dem PMV Survivor. Im Frühjahr 2009 stoppte Verteidigungsminister Norbert Darabos das Beschaffungsvorhaben mit Verweis auf das knappe Wehrbudget.
(apa/red)
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