Montag, 22. Februar 2010

Katastrophaler Bus-Unfall auf der A 21:
Sechs Menschen getötet, über 30 verletzt

  • Bus mit zwei Lkw kollidiert: Ursache noch unklar
  • Weder Sichtbehinderung noch Glatteis vorhanden

Beim folgenschwersten Autobusunfall der vergangenen Jahre in Österreich sind auf der A21, der Wiener Außenringautobahn, sechs Menschen ums Leben gekommen. Über 30 Personen wurden teils schwer verletzt. In Fahrtrichtung Westen war es kurz vor der Ausfahrt Heiligenkreuz (Bezirk Baden) zu einem Auffahrunfall zwischen einem Bus und zwei Lkw gekommen.

Nach Polizeiangaben stieß der Bus nahezu ungebremst gegen das Heck des vor ihm befindlichen slowakischen Lkw. Dieser war zuvor - wie aus der Befragung des Lenkers hervorging - auf einen Sattelzug aufgefahren. Die Ursache für den Auffahrunfall war zunächst nicht bekannt. Zum Unfallzeitpunkt gab es weder eine Sichtbehinderung noch Glatteis, die Fahrbahn war trocken.

"Niemand unverletzt geblieben"
Unter den Toten befand sich auch der Lenker des Reisebusses mit deutschem Kennzeichen, der nach Polizeiangaben vermutlich durchwegs mit in Deutschland wohnenden Kosovo-Albanern besetzt war. "Niemand ist unverletzt geblieben", sagte Willi Konrath, stellvertretender Leiter der Verkehrsabteilung. Schwerst verletzt wurde auch der Lenker des rumänischen Sattelzuges, der im Fahrzeug eingeklemmt wurde und von der Feuerwehr ebenso befreit werden musste wie mehrere Businsassen. Das zweite beteiligte Schwerfahrzeug, dessen Lenker leicht verletzt wurde, war in der Slowakei zugelassen. Die Identitäten der getöteten bzw. verletzten Personen waren noch nicht restlos geklärt.

Die Bezirkshauptmannschaft Mödling richtete für die Angehörigen der Opfer unter 0800 144 244 eine Telefonhotline ein. Die Verletzten wurden in die NÖ Landeskliniken St. Pölten, Mödling, Baden, Wiener Neustadt und Neunkirchen sowie nach Wien in das AKH, das Wilhelminenspital und das UKH Meidling eingeliefert.

Der katastrophale Crash brachte eine stundenlange Totalsperre der Autobahn mit sich. Ein Großaufgebot an Rettungskräften und der feuerwehr war im Einsatz.

(apa/red)

22.2.2010 14:36