Todesopferzahl auf Autobahnen halbieren: Asfinag hat sich hohes Ziel bis 2020 gesetzt
- Ausbau wirkt sich positiv auf Verkehrssicherheit aus
- Insgesamt 130 Maßnahmen in 13 Bereichen festgelegt

Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen liegen bei den Unfall- und Getötetenzahlen im europäischen Mittelfeld. Mit dem Verkehrssicherheitsprogramm bis 2020 hat sich die Asfinag ein hohes Ziel gesetzt: Die Zahl der Todesopfer auf Autobahnen und Schnellstraßen soll in den nächsten zehn Jahren halbiert werden, kündigte Vorstandsdirektor Schedl gemeinsam mit Verkehrsministerin Bures an.
Autobahnunfälle machen zwar "nur" fünf Prozent aller Verkehrsunfälle aus, zwölf Prozent davon sind aber tödlich, sagte Bures. Die Schwere der Unfälle und das Risiko dabei getötet zu werden ist auf dem hochrangigen Straßennetz am größten. Schedl ist aber überzeugt: Investitionen in den Straßenausbau seien Investitionen in die Verkehrssicherheit.
Hälfte kommt von der Straße ab
Fast die Hälfte der Todesopfer auf Autobahnen und Schnellstraßen sind nach Unfällen zu verzeichnen, bei denen der Lenker von der Straße abkommt. Ein Drittel der Getöteten ist bei Unfällen mit Lkw zu beklagen.
40 Prozent der Unfälle auf Autobahnen sind Auffahrunfälle, ihre Folgen sind meist nicht so schwer. Weniger als ein Prozent gehen auf Frontalkollisionen zurück, die mit einem besonders hohem Todesrisiko behaftet sind. Die Ursachen sind meist die gleichen: Zu hohes Tempo, Nichtanschnallen, Übermüdung, Ablenkung oder Beeinträchtigung durch Alkohol spielen eine erhebliche Rolle.
130 Maßnahmen
Die Todesopfer im hochrangigen Straßennetz konnten binnen fünf Jahren von 140 im Jahr 2004 auf 76 im Vorjahr nahezu halbiert werden. Ähnliches wolle man in den nächsten zehn Jahren schaffen. Dafür hat die Autobahngesellschaft 130 Maßnahmen in 13 Bereichen festgelegt.
Dafür stehen Infrastrukturinvestitionen wie etwa bauliche Verbesserungen an Leitschienen, um die Anprallwirkung beim Abkommen von der Fahrbahn zu verringern, auf dem Programm. Auch sogenannte "Rumpelstreifen", um die Aufmerksamkeit der Lenker zu erhöhen, sollen forciert werden. Zudem wolle man Baustelleninspektionen verstärken. Noch 2010 soll die Fertigstellung von zweiten Tunnelröhren erfolgen. Österreichweit sind derzeit noch 26 Tunnel einröhrig.
(apa/red)
