Demontage nach Ansage
- Tino Teller über die "Krise" einer Skination

Der Erfolg frisst seine Kinder, heißt es gemeinhin. Warum sollte es dem mit Abstand erfolgreichsten Sportverband des Landes nicht auch einmal so gehen? Seit fast zwei Jahrzehnten dominieren die Rennläufer des Österreichischen Skiverbandes die Szene zwischen Kitzbüheler Streif und der Tofana in Cortina nach Belieben. Die Fans hatten sich längst daran gewöhnt, dass sich nur die Namen der rot-weiß-roten Champions im Laufe der Jahre änderten. Spätestens seit den Olympischen Spielen in Vancouver ist das anders. Und eine ganze Nation fragt sich plötzlich: Wird es je wieder so, wie es einmal war? Eine Reform an Haupt und Gliedern kündigt der Verbandspräsident indes an, Köpfe sollen rollen im Trainerteam. So viel Selbstkritik würde auch in anderen Sportarten nicht schaden. Und sie ist letztlich die Garantie, dass der ÖSV schon demnächst wieder zu neuen Höhenflügen ansetzt spätestens bei der Heim-WM 2013 in Schladming. Der Skiverband muss dabei aber nicht bei null beginnen. Denn die Nationenwertung haben wir entgegen allen Prognosen bereits vor dem Weltcupfinale zum 21. Mal in Serie für uns entschieden da können die Schweizer noch so viele Witze über uns reißen. Und das sollen uns andere erst einmal nachhüpfen!
