Dienstag, 16. Februar 2010

Air Berlin will bei Lauda kräftig mitnaschen:
Anteil an Fluglinie 'Niki' bald bei 49 Prozent

  • Air Berlin hat Medienberichte mittlerweile bestätigt
  • Bleibt Ex-Rennfahrer nach wie vor mehrheitsbeteiligt?

Die börsenotierte deutsche Air Berlin hat bestätigt, dass sie ihre Beteiligung an der von Niki Lauda gegründeten Fluggesellschaft "Flyniki" erhöhen wird. Wegen der strengen Börsenbestimmungen drückten sich die Deutschen, seit 2004 mit 24 Prozent an Laudas Airline beteiligt, noch verhalten aus.

"Im Hinblick auf die in der österreichischen Presse wiedergegebenen Äußerungen ihres österreichischen Partners Herrn Andreas Nikolaus Lauda teilt die Air Berlin PLC folgendes mit: Die Air Berlin PLC befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über eine Aufstockung ihrer Beteiligung an der Niki Luftfahrt GmbH, Wien. Die Verhandlungen sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen, die erforderliche Zustimmung des Board der Air Berlin PLC steht noch aus."

Geheimnis ist gelüftet
Eine Sitzung des Board sei aber für Mittwoch vorgesehen, teilte die deutsche Gesellschaft weiter mit. Am Donnerstag ist eine Pressekonferenz von Niki Lauda in Wien angesetzt. Da wollte er die Eigentumsverschiebungen ursprünglich erst bekanntgeben. Die Spekulationen um eine Aufstockung der Deutschen und eine Reduktion des via Stiftung ausgewiesenen Lauda-Anteils hatten sich zuvor verdichtet. Air Berlin wollte sich da allerdings noch nicht zu den "Marktgerüchten" äußern.

Je nach Interpretation der Spekulationen war davon die Rede, dass die Deutschen über eine Kapitalerhöhung stark aufstocken, auf bis zu 49 Prozent, und Lauda damit automatisch zurückfiele. Andere mutmaßen, dass sich Lauda von seiner Mehrheitsbeteiligung überhaupt verabschieden wolle.

Der frühere Formel-1-Star Niki Lauda hatte im November 2003 die Österreich-Tochter der damals in Konkurs gegangenen deutschen Gesellschaft Aero Lloyd übernommen und daraus die Niki Luftfahrt GmbH als neuen Low-Cost-Anbieter am österreichischen Markt gegründet.


(apa/red)

16.2.2010 12:44