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17.2.2010 07:29

Erstes olympisches Silber für Österreich:
Sumann im Biathlon sensationeller Zweiter

  • Eder schrammt als Vierter knapp am Podest vorbei
  • Schwede Björn Ferry gewinnt das Verfolgungsrennen

Biathlet Christoph Sumann hat die zweite Medaille für Österreich bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver erobert. Der 34-jährige Steirer gewann im Verfolgungsrennen über 12,5 Kilometer Silber, am Samstag hatte Skispringer Gregor Schlierenzauer auf der Normalschanze Bronze geholt. Sumann sorgte für die erst zweite ÖSV-Biathlonolympiamedaille in der Geschichte. Gold ging an den Schweden Björn Ferry, Bronze sicherte sich Sprint-Olympiasieger Vicent Jay aus Frankreich. Der Salzburger Simon Eder verpasste Platz drei lediglich um 2,8 Sekunden.

Massenstart-Vizeweltmeister Sumann war als Zwölfter des Sprints ins Rennen gegangen und holte mit der zweitbesten Laufleistung und insgesamt zwei Schießfehlern kontinuierlich auf. Auf den Schweden Ferry, der lediglich einmal daneben schoss, fehlten Sumann am Ende 16,5 Sekunden. "Silber - Wahnsinn, ich bin sprachlos. Ich hatte mir nicht zu große Erwartungen gesteckt, der Rückstand war eigentlich schon zu groß. Ich muss aber auch sagen - perfektes Material, der Ski war genial. Es war ein Traum eine Medaille zu machen, jetzt geht sicher alles leichter", strahlte Sumann nach seinem größten Karriereerfolg.

"Ein Traum"
"Die weiteren Wettbewerbe können kommen. Für alle anderen werde ich mich zerreißen. Der große Unterschied zum Sprint war, das die Nervosität weg war. Ich brauche einfach immer ein wenig um in ein Großereignis hineinzuwachsen", betonte der Familienvater. Natürlich war die Freude auch bei ÖSV-Trainer Reinhard Gösweiner riesig. "Ein Traum. Ich hätte nicht geglaubt, dass sich das noch ausgeht. Das ist der Lohn für alle Mühen. Ich bin einfach überglücklich", sagte Gösweiner.

Sprintsieger Jay (2 Schießfehler), der auf der Schlussrunde von dem Österreicher überholt wurde, rettete gerade noch 2,8 Sekunden Vorsprung auf Eder (3 Fehler), ins Ziel. Massenstart-Weltmeister Dominik Landertinger holte gegenüber dem Sprint 20 Plätze auf und belegte mit der besten Laufzeit Rang 14, Daniel Mesotitsch lediglich Rang 41. Für Österreich gab es die zweite Olympia-Medaille im Biathlon nach Wolfgang Perner 2002 im Sprint zu bejubeln. Die norwegischen Mitfavoriten Ole Einar Björndalen (7./2 Schießfehler) und Emil Hegle Svendsen (8./4), der Zweite des Sprints, verpassten die Medaillen dagegen deutlich.

(apa/red)

17.2.2010 07:29
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