"Erfreut über glatten Verlauf der Spiele":
IOC hat an Vancouver nichts auszusetzen
- Direktor Felli: "Von überall positive Rückmeldungen"
- Kritik von Athleten und Betreuern gekonnt ignoriert

·Vancouver behält seine weiße Weste
Alle durchgeführten 1.363 Dopingtests sind negativ
·Der Abschied vom verunglückten Rodler
Tausende Trauergäste gedachten in Georgien
·ÖSV: Protest-Verzicht bei Ammann-Bindung
Skispringer unterwerfen sich dem Urteil der FIS
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat zur Halbzeit der Vancouver-Spiele den Organisatoren ein großes Lob ausgesprochen. "Wir sind sehr erfreut über den glatten Verlauf der Spiele", sagte IOC-Exekutiv-Direktor Gilbert Felli am Samstag in Vancouver. "Wir erhalten von überall positive Rückmeldungen und sehen fröhliche Menschen, die die Arenen und Straßen füllen."
Nach acht Tagen Olympia habe er einen durchweg positiven Eindruck gewonnen, so Felli. "Und wir haben keinen Grund zu glauben, dass die nächsten acht Tage nicht ebenso erfolgreich werden." Das größte Lob erhielt das lokale Organisationskomitee VANOC von Felli für seine schnellen Reaktionszeiten bei kleineren Problemen. "Es wird in der Regel binnen 24 Stunden für Abhilfe gesorgt", betonte Felli, "das ist eine sehr hohe Qualität."
Kein Platz für kritische Gemüter
Auf die teilweise heftige Kritik von Athleten und Betreuern - vor allem aus dem Bob- und Rodel-Lager sowie an den Eisschnelllauf- und Langlauf-Bewerben - ging Felli nicht ein. Die olympische Bob- und Rodelbahn steht wegen ihrer Gefährlichkeit in der Kritik. Im Rodel-Abschlusstraining am Eröffnungstag der XXI. Olympischen Winterspiele am 12. Februar war der Georgier Nodar Kumaritaschwili tödlich verunglückt und das Bob-Training von zahlreichen Stürzen überschattet. In der Eisschnelllauf-Arena in Richmond gab es mehrfach Probleme mit der Eisbereitung, und Slowenien hat am Samstag beim IOC, dem Organisationskomitee VANOC und dem Internationalen Skiverband (FIS) Protest wegen der Sicherheit der Skilanglaufstrecke im Whistler Olympic Park eingebracht.
Die slowenische Skilangläuferin Petra Majdic war am Mittwoch beim Aufwärmen für den Sprint in einer Abfahrt von der Strecke abgekommen und in einen tiefen Graben gestürzt. Majdic zog sich dabei einen vierfachen Rippenbruch und einen Lungenfellriss zu. Dennoch trat sie zum Bewerb an und holte unter großen Schmerzen die Bronzemedaille. (apa/red)










