Haftbefehl gegen Radprofi Floyd Landis:
Soll Anti-Doping-Agentur ausspioniert haben
- Tour-Sieger 2006 im Visier der französischen Justiz
- Verteilte interne Dokumente des Doping-Labors

Ein französisches Gericht hat gegen den US-Radprofi Floyd Landis wegen des Verdachtes, den Auftrag zum Ausspionieren des Computersystems der Französischen Anti-Doping Agentur (AFLD) gegeben zu haben, einen Haftbefehl auf französischem Territorium erlassen. Landis war sein Sieg bei der Tour de France 2006 wegen erhöhter Testosteronwerte aberkannt worden. Die Sperre endete im Jänner 2009.
Hacker sollen in seinem Auftrag in die Labor-Computer eingedrungen sein. Die AFLD hatte im Vorjahr Strafanzeige gestellt, weil interne Dokumente des Labors vom Landis-Trainer Arnie Baker verteilt worden waren, um den Sportler zu verteidigen. Da sich Landis offenbar geweigert hatte, der französischen Justiz in dem mutmaßlichen Kriminalfall Auskunft zu geben, wurde nun am 28. Jänner der Haftbefehl erlassen.
(apa/red)
