Verdacht auf Kindesentführung: Haiti
lässt acht inhaftierte US-Bürger wieder frei
- Eltern sollen ihre Kids freiwillig hergegeben haben
- 2 Amerikanerinnen sind nach wie vor im Gefängnis

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Nach fast drei Wochen Haft sind in Haiti acht der zehn unter dem Verdacht der Kindesentführung festgenommenen US-Bürger wieder frei. Sie haben das Land bereits verlassen. Eltern hatten zuvor ausgesagt, sie hätten ihre Kinder freiwillig an die baptistischen Missionare übergeben. Die beiden Leiterinnen der Gruppe sollen nach einer haitianischen Gerichtsverfügung für weitere Befragungen vorerst in Haft bleiben.
Nach dem verheerenden Erdbeben vom 12. Jänner wurden insgesamt fünf US-amerikanische Männer und fünf Frauen bei dem Versuch festgenommen, 33 Kinder außer Landes zu bringen. Nach Angaben der Behörden bestand der Verdacht, dass die Kinder illegal an Adoptiveltern vermittelt werden sollten. Die Festgenommenen, baptistische Christen aus dem US-Staat Idaho, wiesen die Vorwürfe zurück und betonten, sie wollten für die Kinder ein Waisenhaus in der an Haiti angrenzenden Dominikanischen Republik errichten.
Der haitianische Sicherheitsminister Claudy Gassant hat klarstellen lassen, die erfolgte Freilassung der Baptisten bedeute nicht, dass sie als unschuldig zu betrachten wären. Sie müssten damit rechnen, im weiteren Verlauf des Verfahrens nach Haiti zurückzukehren. Das US-Außenministerium teilte dazu mit, die USA respektierten "das souveräne Recht der haitianischen Regierung, ihre eigenen Prozesse zu führen".
(apa/red)
