Nach Hamas-Mordfall in Dubai führt Spur nach Österreich: Steckt Mossad dahinter?
- Israel hat Mordkomplott-Vorwürfe zurückgewiesen
- Fremde Identitäten für Ermordung verwendet

In Österreich laufen seit zwei Tagen Ermittlungen in Zusammenhang mit dem Mord an dem Hamas-Führer Mahmoud Abdel Rauf al-Mabhouh in Dubai. Die Täter haben laut einem Bericht der Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" mindestens sieben österreichische Wertkartentelefone verwendet, mit Nummern die T-Mobile zugeordnet werden könnten, um miteinander zu kommunizieren.
Israel wies indes Vorwürfe zurück, wonach der israelische Geheimdienst Mossad hinter der Ermordung al-Mabhouhs steckt und dafür fremde Identitäten benutzt habe. Es sei nicht in Ordnung, dass man es für selbstverständlich halte, dass Israel oder der Mossad die Pässe oder Identitäten britischer Bürger benutzt hätten, sagte Außenminister Lieberman am Mittwoch. Dies könne auch ein anderer Geheimdienst oder ein anderes Land gewesen sein.
Elf Verdächtige
Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate verdächtigen zehn Männer und eine Frau, die mit gefälschten Pässen nach Dubai eingereist waren. In einem Fall nutzten die Täter die Identität eines Mannes mit deutschem Pass, wie es hieß. Michael Bodenheimer entpuppte sich nun aber als streng religiöser amerikanischer Jude. Er lebt nach israelischen Medienberichten in Bnei Brak, einem Vorort von Tel Aviv, und besucht dort eine Religionsschule. Die Familie gab an, mit Politik nichts zu tun zu haben.
Betroffene besorgt
Andere Betroffene, sechs auf der Täterliste stehende Briten, leben seit Jahren in Israel. Sie beteuerten ihre Unschuld und reagierten verärgert und empört auf den Diebstahl ihrer Identität. Einer der Männer äußerte sich besorgt, dass er und seine Familie Opfer eines Vergeltungsanschlags werden könnten.
(apa/red)
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