Mittwoch, 17. Februar 2010

Wanderer stürzt in Vulkan: Naturfreund posierte am Rand des Kraters für ein Foto

  • 500 Meter Absturz vor den Augen seines Begleiters
  • Leiche des Amerikaners mit Helikopter geborgen

Nach der Besteigung ein Foto am Krater - das endete für einen Wanderer am Vulkan Mount St. Helens in Washington tödlich. Am Kraterrand brach die Schneedecke unter dem 52-jährigen Bergsteiger ein. Der Mann fiel vor den Augen seines Begleiters mehr als 500 Meter in die Tiefe. Mit einem Hubschrauber wurden die sterblichen Überreste des verunglückten Wanderers aus dem Krater geborgen.

Eine sofortige Rettungsaktion musste bei starkem Wind und anbrechender Dunkelheit abgebrochen werden. Dann behinderte dichter Nebel die Retter. Der Bergsteiger war nach Angaben der "Los Angeles Times" recht erfahren und soll den Vulkan bereits 68 Mal bestiegen haben.

Der Gipfel von Mount St. Helens war im Mai 1980 in einer riesigen Explosion in die Luft geflogen. Der Berg schrumpfte um 400 Meter auf eine Höhe von 2.549 Meter zusammen. 57 Menschen kamen damals ums Leben. Die Aschewolke wanderte in 15 Tagen rund um den Globus.

(apa/red)

17.2.2010 07:39