Clinton leistet Versprechen an Afghanistan: Langfristige Hilfe, aber keine Besetzung
- "Die USA werden Afghanistan nicht im Stich lassen"
- Taliban-Großoffensive wird mehrere Wochen dauern
·Bei NATO-Offensive sterben 12 Zivilisten
Raketen verfehlten Ziel. 27 Aufständische getötet
·NATO-Großoffensive gegen Taliban beginnt
15.000 Soldaten wollen Hochburg einnehmen
·Bisherige Offensiven gegen die Taliban
Internationale Truppen warten noch auf Erfolg
·Die Taliban-Hochburg
Provinz Helmand
Gilt als Rückzuggebiet für
radikale "Gotteskrieger"

Vor dem Hintergrund der Großoffensive gegen die Taliban in Südafghanistan hat US-Außenministerin Clinton dem Land am Hindukusch langfristige Unterstützung zugesagt. "Die USA werden Afghanistan nicht im Stich lassen", sagte Clinton beim "US-Islamic World Forum" in Doha. Auch nach dem Abzug der US-Truppen werde Washington eine langfristige "zivile Präsenz" zeigen.
Zugleich machte Clinton deutlich, dass die USA kein Interesse daran hätten, Afghanistan zu "besetzen". Internationale und afghanische Verbände hatten in der Nacht zum Samstag in der Unruheprovinz Helmand die Großoffensive "Mushtarak" (Übersetzt: Gemeinsam) begonnen, um die aufständischen Taliban aus der Region Mardsha, einem der größten Opium-Anbaugebiete der Welt, zu vertreiben.
Dauer: Mehrere Wochen
Die Offensive soll laut US-Generalstabschef Mike Mullen mehrere Wochen dauern. Mit dem Angriff von 15.000 Soldaten soll der Einfluss der afghanischen Zentralregierung auf die Provinz Helmand, die als letzte große Hochburg der Taliban gilt, ausgeweitet werden. Mullen betonte, es gehe nicht nur darum, die Aufständischen zu vertreiben, sondern die Region zu sichern, um anschließend deren Wiederaufbau zu ermöglichen. Der Großeinsatz gilt auch als Test für die Strategie von US-Präsident Obama, mit einer Verstärkung der US-Truppen um 30.000 Soldaten die Islamisten zurückzudrängen, um anschließend den Abzug der ersten Truppenkontingente vorzubereiten.
