Klotzen statt kleckern ist Faymanns Devise:
Bundeskanzler-Rede kostete 120.000 Euro
- Alleine 5.900 Euro für die Einladungen ausgegeben
- Ansprache von Pröll verschlang "nur" 38.000 Euro
·Faymanns Devise: Klotzen statt kleckern
Kanzler-Rede kostete schlappe 120.000 Euro
·Bundesregierung hat die Spendierhosen an
Spätsommer: 4,3 Mio. für Inserate ausgegeben

Bundeskanzler Werner Faymanns Rede am 2. Dezember 2009 in der Hofburg hat über 120.000 Euro gekostet. Alleine für die Einladungskarten für die 1.600 Gäste wurden 5.900 Euro ausgegeben. Die Saalmiete und die Saalausstattung - von der Technik bis zur Bestuhlung und Blumenschmuck - verursachten Kosten von über 60.000 Euro. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Abgeordneten Martin Strutz (FK) hervor.
Weitere 30.000 Euro verschlangen Snacks und Getränke. Videotechnik und ein Livestream schlugen sich mit über 20.000 Euro zu Buche. Die Visagistin fiel mit 150 Euro Kosten dagegen nicht so sehr ins Gewicht. Alles in einem kostete das Fünf-Punkte-Programm des Kanzlers über 120.000 Euro. Bei den Angaben handelt es sich laut Anfragebeantwortung um Nettokosten. Die Kosten pro Person betrugen 75 Euro.
Der als Antwort auf die Ansprache von Vizekanzler Josef Pröll zwei Monate zuvor interpretierte Auftritt Faymanns fiel damit deutlich teuer aus als Prölls Inszenierung. Die Visionen des Finanzministers kosteten rund 38.000 Euro. Auf die Gästezahl umgerechnet ist der Unterschied allerdings kleiner, denn Prölls Auftritt verursachte pro Gast (es waren rund 600 Personen anwesend) Kosten in Höhe von rund 63 Euro.
(apa/red)
