Die nächste Rückrufwelle: VW und Toyota holen Wagen in Mexiko und USA in Garage
- Neue Probleme mit Radlagern und Antriebswellen

·Auch Honda möchte Autos wieder zurück
440.000 Fahrzeuge von Airbag-Problem betroffen
·Nach dem Gaspedal sind die Bremsen dran
Toyota muss 400.000 Hybrid-Autos zurückrufen
·Pedal-Probleme
schon lange bekannt
Toyota kämpft seit 2007 mit technischen Mängeln
·Ein Gaspedal führt
zur "Vollbremsung"
Über 35.000 Autofahrer
in Österreich betroffen
Nach Brasilien ruft Volkswagen nun auch in Mexiko rund 20.000 Autos zurück. Es bestehe die Gefahr, dass die Radlager an den Hinterrädern nicht ausreichend gefettet seien und es dadurch zu einer Deformierung der Reifen kommen könnte, teilte das VW-Werk in Puebla mit. Den Angaben zufolge sind von der "vorsorglichen Aktion" ausschließlich die Modelle Gol und Gol Sedan betroffen. Einen Tag zuvor hatte VW wegen Problemen mit Radlagern fast 200.000 Fahrzeuge der Modelle Novo Gol und Voyage in Brasilien in die Werkstätten zurückgerufen.
Wenige Stunden zuvor hatte der japanische Autobauer den Rückruf von rund 8000 Fahrzeugen seines Pickup-Modells Tacoma in den USA wegen möglicher Probleme mit der Antriebswelle angekündigt. Davon betroffen sei die Allrad-Version von 2010, teilte ein Sprecher in New York mit.
Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters stammt die fehlerhafte Antriebswelle von dem amerikanischen Zulieferer Dana. Dieser habe die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bereits informiert, dass auch Nissan und Ford von dem Fabrikationsfehler betroffen sein könnten. Laut Toyota dürfte ein Großteil der betroffenen Modelle noch nicht verkauft sein.
Monatelange Pannenserie
Der japanische Autokonzern hat seit Monaten mit einer Reihe von Pannen zu kämpfen. Wegen technischer Probleme musste Toyota seit vergangenem Herbst fast 8,7 Millionen Autos weltweit zurückrufen. Allein in den USA musste er bereits 2,3 Millionen Fahrzeuge wegen gefährlicher Mängel am Gaspedal zurückrufen.
Nach heftiger Kritik an seiner Informationspolitik will der Autohersteller japanischen Zeitungsangaben zufolge künftig seine Kunden umfassend informieren - auch über kleine Unzulänglichkeiten wie nicht richtig schließende Türen.
(apa/red)
