Run auf Mode von Alexander McQueen: Designerstücke nach Freitod heiß begehrt
- Totenkopf-Schals, aber auch "seriöse" Kleider gefragt
- Modestar nahm sich nach Tod der Mutter das Leben

Nach dem überraschenden Tod des britischen Modeschöpfers Alexander McQueen stürmen Fans die Boutiquen, um sich ein Erinnerungsstück an ihr Idol zu sichern. "Unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht stürmten die Kunden unsere Alexander-McQueen-Regale", sagte Kate Brindley vom Londoner Liberty's-Store. "Zuerst waren vor allem die Totenkopf-Schals mit seiner Signatur begehrt. Inzwischen steigen auch die Verkäufe seriöserer Modeartikel wie Kleider und Anzüge."
Der Stardesigner war am Donnerstag tot in seiner Londoner Wohnung aufgefunden worden. Medienberichten zufolge hat sich der 40-Jährige knapp eine Woche nach dem Tod seiner Mutter erhängt.
Auch die britische Kaufhauskette Selfridges stellte einen sprunghaften Anstieg der Verkäufe von McQueen-Mode fest. Die Menschen würden sich Erinnerungsstücke sichern, aber gleichzeitig auch seinem Talent und seiner Schaffenskraft Tribut zollen, sagte Einkaufsleiterin Anne Pitcher.
Mehrere Jahre arbeitete McQueen als Chefdesigner bei dem französischen Modehaus Givenchy. Seit 2000 vermarktete er unter dem Dach des italienischen Gucci-Konzerns sein eigenes nach ihm benanntes Label. Der aus einfachen Londoner Verhältnissen stammende McQueen war für seine grellen Entwürfe bekannt und schockierte die Modewelt gern mit flegelhaftem Auftreten. Er wurde viermal zum britischen Designer des Jahres gekürt.
(apa/red)
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