Montag, 15. Februar 2010

Smartphones und Apps in Hülle und Fülle:
Mobile World Congress in Barcelona eröffnet

  • Schnell und sauber: LTE und Green-IT im Trendhoch
  • Mobilfunkmesse von Wirtschaftskrise klar gezeichnet

Es war schon einmal mehr los auf der weltgrößten Mobilfunkmesse "Mobile World Congress" in Barcelona, aber auch die erfolgsverwöhnte Handybranche muss in der Wirtschaftskrise kleinere Brötchen backen. Oder gleich die Bäckerei wechseln, wie etwa Nokia, das die Anziehungskraft der Messe nutzt, aber nicht dessen Platzangebot, und heuer seine Kunden in Sichtweite des ehemaligen Olympiageländes einlädt.

Eine Vorgangsweise, die auch der österreichische Infrastrukturanbieter Kapsch CarrierCom gewählt hat. Der Linzer Handyhersteller Emporia hingegen hat sich in den vergangenen Jahren von einem Ministand zu einer respektablen Präsentationsfläche mitten im Messegelände hochgearbeitet. Österreichs Mobilfunker sind nicht mit eigenen Ständen vertreten, T-Mobile aber über die deutsche Konzernmutter. Allerdings heuer einstöckig im Vergleich zum zweistöckigen Stand der Vergangenheit. Die Mobilkom Austria nutzt auch heuer wieder die Messe für ein Get-Together für Journalisten aus allen Ländern, in denen die Tochter der Telekom Austria vertreten ist.

Die Zeiten, in denen bei der Messe ein Feuerwerk an neuen Handys präsentiert wurde, gehören der Vergangenheit an. Gerade einmal Samsung und Sony haben als große Konzerne die Chance genutzt und mit gehörigem Werbedruck eine neue Generation von Smartphones präsentiert. Sie alle hecheln dem Kulthandy iPhone des US-Herstellers Apple hinterher. Apple selbst ist auf der Messe nicht vertreten.

Schnell und sauber: Smarte Technik angesagt
Das große Thema der Messe ist das mobile Internet, angefangen von den Endgeräten (Stichwort Smartphone) bis zur Übertragungstechnologie (Stichwort LTE - Long Term Evolution). Weitere Zukunftsthemen sind Green IT, also vor allem stromsparende Lösungen, und die drahtlose Energieversorgung von Handy, MP3-Player und Co. Diese geschieht über Induktionstechnik, Voraussetzung dafür ist eine Energie-Übertragungs-Matte, auf die das Endgerät gelegt wird und die dann den Strom kabellos überträgt.

Und dann wäre da noch die Schlacht zwischen Google, Microsoft und Apple. Der US-Softwaregigant Microsoft versucht das verschlafene Geschäft im Handy-Softwarebereich nun mit Windows Mobile wachzuküssen, am Stand hielt sich kurz nach der Eröffnung der Messe das Interesse der Besucher aber noch merklich in Grenzen. Beim "Erfinder" des mobilen E-Mails hingegen, der US-Firma Blackberry, stauten sich schon zu Beginn die Besucher. (apa/red)

15.2.2010 14:26