Mein Olympia-Tagebuch
- Tino Teller über sein Unternehmen Vancouver

Hab ich eh genug Unterhosen mit? Brauch ich vielleicht ein paar lange extra, damit mir im kanadischen Winter ja nicht kalt wird? Von wegen: In der Olympiastadt Vancouver herrschen frühlingshafte Temperaturen um die 15 Grad, zumindest zwei Tage vor meinem Abflug nach Kanada. Und für den kommenden Samstag, an dem in Whistler die Abfahrt der Herren steigen soll, ist sogar Dauerregen vorhergesagt. Also doch noch einen Regenmantel einpacken, nur zur Vorsicht? Wie leicht habens da im Gegensatz zu mir unsere Olympiastarter. Die brauchen sich um solche alltäglichen Dinge des Lebens nicht kümmern. Da kommt ein Betreuer auf einen Athleten, in dem einen oder anderen Fall sogar deren zwei. Werde ich mir halt einen ausborgen und in den nächsten Shop schicken, wenn ich trotz akribisch verfasster Einpackliste doch etwas Überlebenswichtiges daheim vergessen habe. Klingt großkotzig? Ist es nicht ganz. Denn als akkreditierter Journalist gehörst du automatisch auch zur sogenannten olympischen Familie. Die ist zwar relativ groß so um die 5.000 Personen. Aber was solls. Wenigstens in einer Hinsicht zähle ich zu den privilegierten Familienmitgliedern: Ich muss keine Dopingkontrollen befürchten. Hoffentlich!
