Mittwoch, 10. Februar 2010

Mensdorff-Pouilly im NEWS-Exklusivtalk:
"Politik soll sich aus der Justiz raushalten"

  • "Niemand hat mich freigekauft. Ich war nur Spielball"
  • Waffenlobbyist möchte Justiz Rede & Antwort stellen

Gegen politische Einflussnahme in seinem Fall spricht sich der unter Korruptionsverdacht stehende und am Freitag aus der Londoner U-Haft entlassene Alfons Mensdorff-Pouilly in einem Exklusivinterview mit dem Nachrichtenmagazin NEWS aus. „In einem Rechtsstaat sollte sich die Politik aus der Justiz heraushalten“, so Mensdorff-Pouilly in dem Interview, das in der aktuellen NEWS-Ausgabe veröffentlicht wird.

„Der Justiz stehe ich jederzeit Rede und Antwort, um zu beweisen, dass ich nichts Unrechtes getan habe“, sagt der Waffenlobbyist in dem Interview.

Und weiter: „Das ist doch unerträglich, dass jetzt versucht wird, politisches Kleingeld zu wechseln. Noch dazu auf eine sehr billige Art und Weise, weil ich keine hohen Sympathiewerte in der Öffentlichkeit genieße“, erklärt Mensdorff-Pouilly, für den die Unschuldsvermutung gilt.

Zum 328 Millionen Euro schweren Vergleich seines früheren Auftraggebers BAE-Systems mit den britischen und US-Justizbehörden erklärt Mensdorff-Pouilly im NEWS-Interview, dass er „sicher nicht freigekauft wurde“. Er sei weder in die Vertragsverhandlungen eingebunden gewesen, noch kenne er den Vertrag überhaupt. „Es ist Schwachsinn zu glauben, jemand bezahlt eine Millionensumme für mich. Ich bin weder so wertvoll, noch eine Bedrohung. Ich war höchstens ein Spielball.“

Mehr dazu lesen Sie im NEWS 06/10

10.2.2010 13:00
kawet44, 12. 02. '10 00:52
Zeit lassen
Ich meine, man sollte erst einmal die Justiz in Ruhe arbeiten lassen. Wenn dann aber das alles eingestellt wird, wie es als gelernter Österreicher zu vermuten ist, dann weiß man eh wie dier Hase läuft. Dann Herr Graf habens Erklärungsbedarf!
bmw330, 10. 02. '10 18:25
politik schützt die verbrecher
ich finde es sehr bedauerlich, dass so etwas in einem land passiert. das kann aber nur mit der nötigen rückendeckung der politik funktionieren. derzeit gilt hier nur eines, hände aufhalten u. abkassieren, einige wichtige personen schmieren u. es läuft alles. wenn sich hier nicht bald etwas ändert, darf man sich nicht wundern, wenn auch der "kleine "mann keine skrupel mehr hat. es wird uns ja tag für tag so vorgelebt. man muss nur die richtigen leute kennen, dann passiert nichts, siehe meinl, grasser usw.
peter1722, 10. 02. '10 18:03
Frechheit
Die Frechheit solcher Herrschaften ist nicht zu überbieten.Frau Kallat hat in ihrer Eigenschaft als Mitglied des Öoc-Vorstandes(was an und für sich schon ein Skandal ist) am lautesten für eine unerbittliche Verfolgung in der Causa Jungwirth votiert.OB DAS AUCH FÜR IHREN MANN GILT?????
sidestep, 10. 02. '10 16:51
Maulreißer
Wenn sich die Politik aus dieser Affäre herausgehalten hätte, dann wären Sie - verehrter Herr Graf - schon lange hinter Gitter. Ausschließlich die Politik und dabei nicht zuletzt wahrscheinlich auch ihre Gattin hat sie vor einer längeren Haftstrafe bewahrt. Also reden Sie nicht so einen Blödsinn wenn der Tag lang ist sondern seien Sie dankbar, dass es in ihrem Falle die Politik gegeben hat!