Von der Schweiz bis in die Karibik: Die
Paradiese der heimischen Steuersünder
- NEWS: Wo Österreicher ihr Schwarzgeld verstecken
- Liechtenstein, Delaware, Zypern, Monaco und mehr

·"Staat profitiert
vom Rechtsbruch"
Debatte um Kauf der
Steuer-CD voll entbrannt
·"Wir gehen an die Grenze des Möglichen"
Steuer-CD: Ankauf für Faymann "bedenklich"
·Bis zu 150 heimische
Sünder auf Steuer-CD
Streit um Bankgeheimnis
wird wieder neu entfacht
·Es geht um viel mehr
Geld als angenommen
Steuer-CD: Fiskus kann große Summe erwarten
·Finanzbeamte scharf
auf heiße Ware auf CD
Finanzministerium ist an
Daten-CD interessiert
·Deutschland "kauft"
sich Steuersünder
Finanzminister bestätigt
Erwerb der Daten-CD
Der Mann traf die europäische Bankenszene an ihrer verwundbarsten Stelle. Der Franko-Italiener Hervé Falciani sicherte sich als Bankangestellter rund 2.000 sensible Kundendaten von Steuersündern, die er jetzt an die deutsche Regierung verkaufen will. Die Steuersünder auf der CD sind freilich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn die Österreicher bunkern ihr Schwarzgeld in insgesamt acht lukrativen Steuerparadiesen.
Große Steuersünder verlagern ihr Geld kurzerhand über die Grenze von Liechtenstein bis in die Karibik. Und überall dort gibt es inzwischen auch Filialen österreichischer Banken, die auf lukrative Anleger setzen.
So sind allein im winzigen Fürstentum Liechtenstein mit der Raiffeisenbank und der Volksbank zwei Austro-Institute aktiv. Allein zum Thema Steuersünder wollen sich beide Banken nicht äußern. Das gilt auch für österreichische Geldinstitute in der Schweiz. Dort haben die Bank für Tirol und Vorarlberg, die Hypo Vorarlberg und wiederum die Volksbank Niederlassungen.
Auf der Mittelmeerinsel Malta sind fast alle großen Austro-Banken vertreten. Bawag, Erste Bank, Raiffeisen, Sparkasse und Volksbank verfügen im Sonnenparadies über Bankkonzessionen. Nicht weit entfernt befindet sich eine weitere beliebte Geld- und Urlaubsdestination der Österreicher: nämlich Zypern.
Exotische Adressen in der Karibik unterhalten etwa auch die Meinl Bank (Antigua) und die Erste Bank (Cayman Islands). Und auch in den USA befinden sich zahlreiche Gelder österreichischer Provenienz vor allem über Briefkastenfirmen.
Lesen Sie mehr dazu im aktuellen NEWS 6/10!
