Dienstag, 9. Februar 2010

Opel muss sich einbremsen: Konzern
streicht in Europa insgesamt 8.300 Jobs

  • US-Mutter GM fordert Hilfe von europäischen Staaten
  • Keine Kündigungen im österreichischen Opel-Werk

Der angeschlagene Autobauer Opel streicht nach Angaben von Konzernchef Nick Reilly in Europa 8.300 Stellen. Betroffen sind 1.300 Jobs in der Verwaltung und 7.000 in der Produktion, wie das Unternehmen mitteilte. Keine Kündigungen gibt es im Werk in Wien-Aspern. Nach dem Willen der US-Mutter General Motors sollen europäische Länder mit Opel-Standorten 2,7 Mrd. Euro zur Sanierung beitragen.

1,5 Mrd. Euro sollen allein aus Deutschland kommen. Das bestätigte das Unternehmen in Frankfurt. Im Zuge der geplanten Sanierung will GM bis 2014 insgesamt elf Mrd. Euro in den Rüsselsheimer Autobauer investieren. Damit sollen 80 Prozent der Produkte erneuert werden, sagte Opel-Chef Nick Reilly bei der Vorstellung des Sanierungsplans. Der Plan sieht vor, dass Opel 2011 die Gewinnschwelle erreicht und 2012 wieder Gewinn macht.

Keine Kündigungen in Österreich
Das heimische Werk in Wien-Aspern bestätigte, dass die Kündigungswelle bei Opel Österreich nicht betrifft. Weder steht Österreich auf der Liste der Kündigungen im Produktionsbereich noch in der Auflistung für die Sektoren Vertrieb und Verwaltung. Ebenfalls verschont bleiben die Werke in Ellesmere Port (Großbritannien), Gleiwitz (Polen) und Szentgotthard (Ungarn). Geschlossen wird hingegen das Werk in Antwerpen.

In Deutschland will Opel mehr als 3.900 Stellen streichen. Davon entfallen 1.799 auf Bochum, wo künftig exklusiv der neue Zafira gebaut werden soll. In der Produktion in Rüsselsheim, wo exklusiv alle Insignia-Varianten gebaut werden, fallen 862 Stellen weg. In Eisenach entfallen 300 Stellen. Im Motorenwerk Kaiserslautern sollen ebenfalls 300 Stellen gestrichen werden. Zudem werden rund 650 Stellen in der Verwaltung in Deutschland gestrichen. Der Plan ist allerdings noch nicht mit der Arbeitnehmerseite, die einen Sanierungsbeitrag leisten soll, abgestimmt.

(apa/red)

9.2.2010 12:00
maierhofer____, 09. 02. '10 14:28
vorher hat GM rumgeprollt
jetzt kriechen sie auf den Knien und bitten um Almosen!
Selber Schuld, Magna wäre da die bessere Lösung gewesen...