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13.2.2010 09:29

Pluschenko stellt alle in den Schatten:
Schon im Training im Fokus der Medien

  • Abergläubischer Russe gibt sich noch zugeknöpft
  • PLUS: Wieder Debatte um Noten der Preisrichter

Die Olympischen Eiskunstlauf-Bewerbe in Vancouver stehen in erster Linie im Zeichen von Jewgenij Pluschenko. Der Russe war zwar nach seinem Olympiasieg 2006 in Turin für dreieinhalb Jahre zurückgetreten gewesen, hat seit seinem Comeback zu Beginn der Saison aber sehr gute Chancen auf die erste erfolgreiche Olympia-Titelverteidigung im Herrenbewerb seit den Fünfzigern. Und die Konkurrenz stand schon beim Training in Pluschenkos Schatten.

Als der 27-Jährige erstmals zu seinem ersten, 40-minütigen Training in die Wettkampf-Arena Pacific Coliseum kam, scharten sich die Journalisten um ihn, wurden aber enttäuscht. "Ich gebe jetzt keine Statements ab, denn ich bin abergläubisch", meinte Pluschenko im Vorbeigehen. "Ich werde nach dem Kurzprogramm reden." Dieser erste Teil der olympischen Konkurrenz ist für Dienstag angesetzt.

Wertungsrichter-Debatte
Schon im Vorfeld von Pluschenkos Ankunft hatte es wieder einmal eine Wertungsrichter-Debatte gegeben, obwohl das Punkterichter-System nach den Spielen 2002 in Salt Lake City reformiert worden war. Die beiden nunmehrigen Fronten vertreten die sprunggewaltigeren Athleten wie Pluschenko oder den Schweizer Olympia-Zweite Stephane Lambiel bzw. die mehr technisch orientierten Nordamerikaner.

Welchen Typ die Preisrichter bei diesen Spielen bevorzugen, bleibt abzuwarten. Klar scheint aber, dass der Name immer noch am meisten zählt. Der Österreicher Viktor Pfeifer, nach Turin 2006 zum zweiten Mal bei Olympia dabei, nahm sich da kein Blatt vor den Mund. "Auch wenn ich genauso gut wie Pluschenko laufe, würde ich nicht so gut wie er bewertet", erklärte der Vorarlberger. "Wenn wir mit einer Stoppuhr bewertet würden, wäre es perfekt. Aber das geht natürlich nicht."

Pfeifer ist selbstverständlich kein Titelrivale von Europameister Pluschenko, sehr wohl aber sind das der auch erst in dieser Saison in das Geschehen zurückgekehrte Lambiel und US-Weltmeister Yvan Lysacek. Der Franzose Brian Joubert ist neben Pluschenko, Lambiel und Lysacek der vierte Athlet mit zumindest einem WM-Titel im Teilnehmerfeld. Die kanadischen Fans hoffen auf eine Überraschung ihres erst 19-jährigen Landsmannes Patrick Chan.

(apa/red)

13.2.2010 09:29
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