Pfisters Rodel-Weltrekord polarisiert: Neue Geschwindigkeits-Diskussion bei Olympia
- Österreicher stellt mit 154 km/h Bestmarke auf
- FIL will bei neuen Bahnen Obergrenze einführen

·Deutscher Felix Loch
rodelt allen davon
Drei Österreicher landen unter den ersten Zehn
·Zöggeler greift nach 3. Rodel-Gold in Serie
Russe Demtschenko und Deutsche als Rivalen
Der Österreicher Manuel Pfister hat die Rodel-Welt bereits vor dem Auftakt der Olympia-Konkurrenz in Whistler in Atem gehalten. Der 21-jährige Tiroler löste mit seinem inoffiziellen Geschwindigkeits-Weltrekord von 154 km/h im Training eine kleine Sicherheitsdiskussion aus. Dabei soll die Bahn im Whistler Sliding Centre noch nicht einmal ausgereizt sein.
Doppel-Olympiasieger Armin Zöggeler etwa ist sich sicher, dass er in den vier Läufen um Olympia-Gold über 155 km/h erreichen werde. "Das sollte das Limit sein. Bei den Bahnen, die für die nächsten Spiele gebaut werden, werden wir eine Geschwindigkeits-Obergrenze einführen", erklärte FIL-Sprecher Wolfgang Harder. "Wir müssen uns um die Sicherheit unserer Athleten kümmern."
Vor den ersten Ausfahrten auf der neuen Bahn in Whistler war der im Jahr 2000 in St. Moritz von Rodel-Legende Georg Hackl markierte Weltrekord bei 144,3 km/h gelegen. Laut FIL-Angaben hätten sich die Planer für die Olympia-Bahn in Kanada, die auf 1.400 Metern Länge ein Gefälle von 48 Stockwerken aufweist, verrechnet. Ursprünglich seien Spitzengeschwindigkeiten um 135 km/h geplant gewesen.
Nun könnte man sogar in die Nähe der magischen Schallmauer von 100 Meilen pro Stunde (160,9 km/h) kommen. "Wir kommen näher und näher. Ich denke, wir werden 156 oder 157 km/h bekommen", meinte Manuel Pfisters älterer Bruder Daniel. Laut US-Routinier Tony Benshoof sei das Maximum beinahe erreicht. "Wir sind sehr nahe an der Grenze, wie schnell man mit einer Rodel fahren kann."
(apa/red)










