Anschlag auf indisches Szene-Café: Neun Menschen bei Bombenexplosion getötet
- 57 Menschen wurden dabei zum Teil schwer verletzt
- Terroristen wählten bewusst ein "weiches Ziel"

Beim Anschlag auf das Szene-Café "German Bakery" in der südindischen Aussteiger-Hochburg Pune hat sich nach Angaben die Anzahl der Todesopfer auf neun erhöht. Nach Worten des indischen Innenministers Chidambaram wurden bei dem Terrorattentat 57 Menschen verletzt. Von ihnen seien 19 bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Ein Opfer sei in sehr kritischem Zustand.
Die Gegend um das Café in Pune (früher Poona) sei seit einiger Zeit von Terroristen ausgekundschaftet worden, sagte der Minister. Der Sprengsatz sei in einem Rucksack, der unter einem Tisch lag, versteckt gewesen. Unter den Toten könnte auch ein Ausländer sein. Aber es gebe keine abschließende Beweise dafür, sagte Chidambaram. Hinweise auf die Täter oder das Motiv lägen nicht vor. Bei dem Cafe-Restaurant "German Bakery" habe es sich um eine Einrichtung gehandelt, die bei jungen Ausländern und Einheimischen gleichermaßen beliebt gewesen sei.
Ob einer der Toten aus Taiwan stammte, wie zunächst berichtet, ist noch unklar. Nach Angaben des Innenstaatssekretärs G.K. Pillai befanden sich unter den 57 Verletzten ein Deutscher, vier Iraner, zwei Sudanesen, zwei Nepalesen sowie ein Taiwanese. Der oder die Attentäter hätten bewusst ein "weiches Ziel" treffen wollen, einen Ort, an dem sich gerne junge Ausländer und Einheimische trafen, sagte Innenminister Chidambaram nach seinem Besuch in Pune.
Die meisten Opfer seien zwischen 20 und 25 Jahre alt. Augenzeugen zufolge riss die Bombe ein riesiges Loch in die Außenwand des Gebäudes.
(apa/red)
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