Schneechaos in den USA: Schwerer Wintersturm legt ganz Washington lahm
- Zehntausende ohne Strom: Notquartiere bereitgestellt
- Winterwetter: Mehrere Menschen bereits gestorben
Im Nordosten der USA sind nach einem der schwersten Schneestürme seit Jahrzehnten Ministerien, Behörden, Schulen und Flughäfen geschlossen worden. In der US-Hauptstadt Washington führte der kniehohe Schnee nach Medienangaben zu akuten Behinderungen im Nah- und Fernverkehr. Auch die großen Nachbarstädte Philadelphia und Baltimore waren betroffen. Auf den Flughäfen der Region fielen zahlreiche Flüge aus. Außerhalb von Washington starben acht Menschen an Kohlenmonoxidvergiftungen. Meteorologen zufolge sind weitere Schneestürme im Anrollen.
Unter der Last des Schnees gaben in Washington zahlreiche Dächer und Überlandleitungen nach, Zehntausende waren ohne Strom. Die Behörden stellten beheizte Notquartiere bereit. Angesichts der vereisten Straßen blieben auch zahlreiche Schulen aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Meisten Flughäfen geschlossen
Von den drei großen Flughäfen der Ostküsten-Region hatte nur Baltimore eine Piste geöffnet, der Dulles International Airport bei Washington und der Reagan National Airport stellten ihren Betrieb ein. Die meisten Busverbindungen in und um Washington wurden unterbrochen, mehrere oberirdische U-Bahn-Stationen blieben geschlossen. Washingtons Vororte waren vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten.
Weiterer Schneesturm im Anmarsch
In den am stärksten betroffenen Bundesstaaten Maryland und Virginia sollten der Großteil der Schulen vorläufig geschlossen bleiben. In Maryland lag mancherorts mehr als ein Meter Schnee, viele Straßen blieben unbefahrbar. Mehr als 100.000 Menschen waren immer noch ohne Strom, weil viele Strommasten unter den Schneemassen eingeknickt waren. Die Meteorologen warnten vor einem weiteren Schneesturm.
Mehrere Todesopfer
Das Schneechaos forderte weitere Tote. Laut "Washington Post" wurden in der Stadt Bladensburg außerhalb von Washington zwei Männer tot in einem Auto aufgefunden, möglicherweise starben sie an Kohlenmonoxidvergiftung. In einem Haus im Washingtoner Vorort Oxon Hill starben sechs Menschen offenbar ebenfalls an Kohlenmonoxidvergiftung; sie hatten Strom über einen Benzingenerator bezogen.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten

