"Rede zur Wiederkandidatur": Fischer startet am 23. März in den Wahlkampf
- Präsident glaubt nicht an "grauslichen" Wahlkampf
- FPÖ hat bereits einen Gegenkandidaten angekündigt

Bundespräsident Fischer will ab 23. März intensiv für seine Wiederwahl werben. An diesem Tag soll "mit einer Rede zur Wiederkandidatur" der Wahlkampf-Auftakt stattfinden. "Dann sind knapp fünf Wochen Zeit für die Phase einer intensiven Wahlwerbung", sagt er. Über die Zahl der Gegenkandidaten will sich der Präsident keine Gedanken machen.
"Es gibt ein Kriterium, und zwar 6.000 Unterschriften." Da die FPÖ bereits eine Kandidatur angekündigt hat, "ist die Gefahr, dass es keinen Gegenkandidaten gibt, vorbei". Nun ist gerade die FPÖ nicht für eine feine Klinge bekannt. Fürchtet Fischer einen "grauslichen" Wahlkampf, wie es Wiens Bürgermeister Häupl ausdrückte? Die Bevölkerung wolle einen Bundespräsidenten, der auch "im Stil die Anforderungen des Amtes erfüllt", meint er dazu. "Ein ,grauslicher' Wahlkampf würde einem Kandidaten wahrscheinlich mehr schaden als nutzen."
"Firmen, Institutionen, und Einzelpersonen" sollen ihn unterstützen. Auch Fundraising-Veranstaltungen sind geplant. Die Wahlkampffinanzen will er offenlegen, wenn sich alle Kandidaten darauf einigen: "Ich glaube, dass das sinnvoll wäre." Und zwar nach den derzeit geltenden Richtlinien für die Parteien, wonach Spenden ab 7.260 Euro an den Rechnungshof-Präsidenten gemeldet werden.
Klare Worte findet Fischer zur Asyldebatte: "Nicht jeder Asylwerber ist ein Krimineller. Diesen Satz möchte ich nicht nur aussprechen, sondern auch verteidigen", stellte das Staatsoberhaupt fest. Fischer betonte, dass das Asylrecht zu den Menschenrechten gehöre. Möglicher Missbrauch müsse bekämpft werden, "aber das darf nicht dazu führen, dass alle Asylwerber unter einen Generalverdacht gestellt werden."
(apa/red)
