Was tun mit Steuerflüchtlingen? Treffen der Finanzminister brachte keine Ergebnisse
- Ressortchefs zeigen Signal für einen offenen Dialog
- Österreich gegen Änderung des Bankgeheimnisses
·Schweiz als Paradies für Steuersünder
Österreicher angeblich 13 Mrd. Euro gebunkert
·Von der Schweiz
bis in die Karibik
NEWS: Die Paradiese der
heimischen Steuersünder
·"Staat profitiert
vom Rechtsbruch"
Debatte um Kauf der
Steuer-CD voll entbrannt
·"Wir gehen an die Grenze des Möglichen"
Steuer-CD: Ankauf für Faymann "bedenklich"
·Bis zu 150 heimische
Sünder auf Steuer-CD
Streit um Bankgeheimnis
wird wieder neu entfacht
·Es geht um viel mehr
Geld als angenommen
Steuer-CD: Fiskus kann große Summe erwarten

Es werde weiterhin "keine Änderung" beim Bankgeheimnis geben, betonte der Sprecher von Österreichs Finanzminister Josef Pröll, Harald Waiglein, vor Beginn der Beratungen von fünf deutschsprachigen Ressortchefs in Luxemburg. Es handle sich auch nicht um einen "Bankgeheimnis-Gipfel", so Waiglein. Das Treffen brachte keine inhaltlichen Ergebnisse.
Es habe sich um ein "Signal für einen offenen Dialog in freundschaftlichem Rahmen" gehandelt. Was das Bankgeheimnis betrifft, sei dies im Rahmen der grenzüberschreitenden Kooperation im Steuerbereich erörtert worden.
Das Treffen sei ein "Schritt in die richtige Richtung gewesen", hieß es von liechtensteinischer Seite. Konkrete Ankündigungen seien aber nicht im Raum gestanden. Um das Klima zwischen den deutschsprachigen Finanzministern im positiven Sinn weiter zu pflegen, seien auch Folgetreffen geplant. Konkrete Termine lagen aber zunächst nicht vor.
An dem Treffen nahmen neben Pröll sein luxemburgischer Kollege Luc Frieden, der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, der Schweizer Ressortchef Hans-Rudolf Merz und der liechtensteinische Finanzminister und Regierungschef Klaus Tschütscher teil.
Ein klares Nein kam neuerlich von der Schweiz zur Abschaffung des Bankgeheimnisses. So werde man das Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland abschließen. Man sei auch bereit, mit der EU über die Weiterentwicklung der Zinsbesteuerung zu verhandeln. Allerdings sei eben ein Wechsel zum automatischen Informationsaustausch auszuschließen.
(apa/red)
