Revolutionsfeier im Iran von Protesten begleitet: Polizei schießt auf Oppositionelle
- Teheraner Behörden greifen abermals hart durch
- Hunderttausende feiern den Jahrestag der Revolution

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"Völlig inakzeptabel"
Bei Demonstrationen zum Jahrestag der Islamischen Revolution im Iran ist es nach Oppositionsangaben zu schweren Zusammenstößen gekommen. "Sicherheitskräfte haben im Stadtzentrum von Teheran das Feuer auf Demonstranten eröffnet und setzen Tränengas ein", berichtete die oppositionelle Internetseite "Green Voice" unter Berufung auf Augenzeugen.
Bei den Demonstranten, auf die geschossen worden sei, handle es sich um Anhänger des Oppositionsführers Mir-Hossein Moussavi. Die oppositionelle Internetseite "Jaras" berichtete, Sicherheitskräfte hätten das Auto des Oppositionspolitikers Karroubi attackiert. Karroubi sei aber nicht schwer verletzt worden. Die Seite berichtete zudem, dass Sicherheitskräfte den ehemaligen Präsidenten Khatami angegriffen hätten.
Hunderttausende Iraner hatten sich in Teheran versammelt, um den 31. Jahrestag der Islamischen Revolution zu feiern. Präsident Ahmadinejad hielt auf dem Friedensplatz in Teheran eine Rede, in der er die Revolution pries.
Demo trotz Verbot
Die iranischen Behörden hatten Kundgebungen der Opposition am Jahrestag der Revolution untersagt. Ungeachtet des Verbots versammelten sich nach Angaben oppositioneller Internetseiten tausende Regimegegner auf den Straßen Teherans. Bereits bei anderen offiziellen Anlässen in der Vergangenheit hatten die Oppositionellen die Taktik angewandt, sich unter die Anhänger der Regierung zu mischen.
Das Kräftemessen zwischen der Teheraner Führung und der Opposition hält bereits seit der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Ahmadinejad im vergangenen Juni an. Zuletzt waren bei Protesten am Rande des schiitischen Ashura-Festes am 27. Dezember acht Menschen getötet und rund tausend festgenommen worden.
(apa/red)
