Donnerstag, 11. Februar 2010

Drittes Asylzentrum offenbar vom Tisch:
Kein Ort bietet sich als Ersatz für Eberau an

  • Innenministerin Fekter hält an Bauplänen weiter fest
  • Asylanträge sind im Vergleich zum Vorjahr rückläufig

Innenministerin Fekter hat weiterhin keinen Bewerber für eine dritte Asyl-Erstaufnahmestelle. Von den ursprünglich zehn interessierten Gemeinden hätten sich durch den "medialen Wirbel" alle zurückgezogen, meinte die Ressortchefin. Ob es nun nach den Problemen in Eberau kein drittes Zentrum gibt, ließ sie offen, auch wenn sie die Präferenz für eine zusätzliche Erstaufnahmestelle erkennen ließ.

Fekter verwies zum wiederholten Male auf das Koalitionsabkommen, das ein neues Asylzentrum vorsieht und sprach von einer "Staatsaufgabe", die wahrzunehmen sei: "Wenn man sich aber nicht traut, weil Wahlen sind und einen der Mut verlässt, wird man so ein Zentrum nicht errichten können."

Die SPÖ argumentiert weiterhin, dass eine dritte Erstaufnahmestelle neben Thalham und Traiskirchen nicht notwendig sei, wenn sich der Trend der rückläufigen Asylanträge im ersten Quartal verfestige. Im Innenministerium warnt man aber ein weiteres Mal vor voreiligen Schlüssen.

SPÖ weiter gegen Anwesenheitspflicht
Kritik an der von Fekter geplanten Errichtung einer dritten Erstaufnahmestelle kommt vom BZÖ: "Das war als PR-Aktion zu sehen, sie (Innenministerin Fekter) als Hardlinerin darzustellen", erklärte Bündnisobmann Bucher. Er forderte, stattdessen mehr Geld in die Beschleunigung der Asylverfahren zu stecken: "Dort wären Investitionen am notwendigsten, denn nach wie vor können sie bis zu zehn Jahre dauern. Das ist abzustellen."

Unterdessen bekräftigte SPÖ-Justizsprecher Jarolim die Ablehnung seiner Partei für die von Innenministerin Fekter geplante "Anwesenheitspflicht" von Asylwerbern. "Festsetzungen" von Menschen ohne Grund seien nicht möglich, dass sei verfassungsmäßig nicht gedeckt. "Wir sind nicht im Mittelalter", man könne nicht alle einsperren, betonte Jarolim.

(apa/red)

11.2.2010 15:51
Vasant, 11. 02. '10 14:39
Es macht keinen Sinn ...
wenn man nicht vorab zwischen Verbrechern und wirklich
Bedürftigen eine sofortige Abklärung macht. Und wenn die
SPÖ sich gegen eine "Aufenthaltspflicht" einsetzt, dann hilft
das nur den Verbrechern, schadet dem Steuerzahler und
viele Leute kommen und tauchen sofort unter!

Anders kann man es nicht erklären, dass sehr viele ohne
Aufenthaltserlaubnis aufgegriffen werden. Die SPÖ ist nur
im Reden groß und hat in solchen Fragen keine Ahnung,
was deren "Arbeit", wenn man das so nennen darf hier
eindeutig beweist.

Wenn jemand etwas von unserem Land will, dann hat
er Regeln zu befolgen und wenns einem schlecht geht,
dann wird ihn eine "Aufenthaltspflicht" nicht stören.

Politiker und die SPÖ haben im Sinne der Sicherheit
des Landes zu handeln! PUNKT!
voice_88, 11. 02. '10 15:53
Re: Es macht keinen Sinn ...
Die Anwesenheitspflicht ist zwar eine extreme Methode, aber wahrscheinlich die Einzige um dieses Durcheinander unter Kontrolle zu halten. Ich glaube, dass wenn man diesen Leuten genau erklärt wieso man das macht, werden die, die wirklich echte Asylwerber sind und auch einen nachvollziehbaren Grund haben zu uns zu kommen, das auch verstehen, den diese Leute müssen dann ja keine Angst haben, abgeschoben zu werden.
Vasant, 11. 02. '10 20:57
Re: Es macht keinen Sinn ...
Da gebe ich dir recht! Wenn man den Sinn hinter der
Sache versteht und auch Hilfe braucht, dann wird man
erkennen, dass diese nur zum eigenen Vorteil und zur
schnelleren Abklärung dient.

Alle Politiker die gegen eine "Aufenthaltspflicht" sind haben
meiner Meinung nach mit dem Wort "Arbeit" auch keine
sinnvolle Verwendung.

Auch im Parlament sollte man eine "Aufenthaltspflicht"
einführen, damit die überbezahlten Genies verstehen,
warum sie so viel Gelder vom Steuerzahler bekommen.

JEDER Mensch der arbeitet hat eine "Aufenthaltspflicht",
aber erklär das mal einem Politiker bzw. oder besser
noch erklär ihm die Worte "HART ARBEITEN".


Meine Meinung!
Adleraug, 11. 02. '10 14:29
Feindbilder aufbauen ...
... das kann sie, die Frau Minister! Bewiesenermaßen sind von den kriminellen Ausländer die allerwenigsten Asylwerber sondern professionelle Kriminelle, die kommen, dem kriminellen Handwerk nachgehen und rasch wieder über die Grenze abhauen. Die sollte sie in den Griff bekommen und nicht neue Feindbilder aufbauen!

Es wird immer sinnvoller, endlich die Agenden der Integration und Immigration von denen der Sicherheit zu trennen, ein eigenens Ressort schaffen oder wo anders ansiedeln. Dann kann sich Frau Ministerin Schotter-M. voll auf die Sicherheit konzentrieren und nicht Schutzsuchende mit Haft bedrohen. Asylrecht ist Menschenrecht, weltweit!!
Fehlender Mut ist für mich, alle Asylsuchenden in einen Topf mit Kriminellen zu werfen um neu geschaffene Feindbilder aufrecht zu halten.
SunshineState, 11. 02. '10 13:47
Das ist kein Wunder
das sie keinen Ort findet. Der Bürgermeister, der das zuließe, wäre längste Zeit Bürgermeister gewesen!
brabus, 11. 02. '10 12:19
Asylzentrum und Aufenthaltspflicht
Dieses politische hick-hack wird sicher einige ganz besonders freuen : die Schlepperorganisationen und alle die schon immer in Österreich untertauchen wollten.
Anstelle von Kommentaren darüber, was alles nicht geht wäre es an der Zeit für Vorschläge, wie man zu einer für den Steuerzahler günstigsten, für die wirklichen Asylanten sozialsten und für alle anderen vermeintlichen 'Asylwerber' die nur Österreich ausnutzen wollen erschwerenden Lösung kommen kann. Wer ist verantwortlich dafür, dass ein Asylverfahren Jahre dauert? Wer ist dafür verantwortlich, dass jemand abtauchen kann, bevor sein Asylstatus festgestellt wurde ? Wer ist dafür verantwortlich, dass vermeintliche Asylwerber kriminelle Handlungen begehen und dies nicht von vornherein verhindert wird ?
hary1965, 11. 02. '10 12:13
Fehlender Mut oder ganz einfach Blöd
Sind es die Wahlen die plötzlich ein drittes Asylzentrum entbehrlich machen oder ganz einfach dass Politiker nicht weiter denken können als den Moment. Natürlich ist es besser Asylwerber von denen man nichts weiß in der Nähe der Grenzen zu konzentrieren als in ganz Österreich in Wohnungen auf zu teilen die dann anderen fehlen und teuer sind. Außerdem werden sie dann diese Wohnungen nicht mehr verlassen und unabschiebar sein. Man möge vor allem den Leuten in der SPÖ einmal erklären, und sie bitten aus dem Fenster zu schauen, damit sie sehen das jetzt sehr viel Schnee liegt, viel mehr als im Jänner zuvor, vielleicht verstehen dann auch ihre Hirne dass natürlich bei diesen Bedingungen Schlepper bis zum Frühjahr warten, ihre ihre Wege wieder frei sind. Dann gibt es wieder umso mehr Asylwerber
sidestep, 11. 02. '10 11:16
Wer spricht hier von Mut?
Sie, sehr geehrte Frau Bundesministerin wollen von fehlendem Mut bezüglich des dritten Asylzentrums, das niemand braucht, sprechen weil Wahlen bevorstehen? Dann frage ich Sie wo Ihr Mut in der Asylsache Zogaj ist? Fehlt Ihnen der nicht auch zur Gänze, weil andernfalls diese unsägliche Familie schon längst im Kosovo gelandet wäre wo sie in sicherer Entfernung die Entschiedung der Höchstinstanz abwarten könnte. Sie haben nur Mut zu klagen, wenn man Sie Schottermizzi nennt. Sonst fehlt Ihnen jeglicher politischer Mut. Schämen Sie sich ein bisschen oder nein besser schämen Sie sich viel!