Sonntag, 14. Februar 2010

Mit Gewehr-Imitat bedroht: Cobra musste zu einem "Faschings-Einsatz" ausrücken

  • Zeitungsausträger fühlte sich von "Söldner" bedroht
  • Mann angezeigt, Atrappe und echte Waffen sind weg

Einen eher ungewöhnlichen Einsatz hat es für die Cobra in der Oststeiermark gegeben. Die Spezialtruppe rückte aus, weil sich ein Zeitungszusteller von einem Mann mit - wie er glaubte - Sturmgewehr bedroht fühlte. Wie sich herausstellte, hatte es sich um einen als Söldner verkleideten Anrainer gehandelt, der sich nach einem Maskenball einen Scherz erlaubt hatte.

Der Steirer trug militärisch wirkende Tarnkleidung und hatte ein Sturmgewehrimitat dabei. Er war in Fehring (Bezirk Feldbach) auf dem Heimweg von einer Faschingsveranstaltung, als er dem Zeitungsausträger begegnete und die "Waffe" auf den erschrockenen Mann richtete. Dieser verständigte sofort die Polizei, die ihrerseits die Cobra alarmierte, da der Faschingsnarr auch als Besitzer echter Waffen bekannt ist.

Wie die Cobra bei einer Durchsuchung des Hauses jedoch bald feststellte, handelte es sich in diesem Fall um ein Gewehrimitat. Trotzdem wurde der Steirer nach Angaben der Polizei wegen gefährlicher Drohung auf freiem Fuß angezeigt. Seine echten Waffen wurden bei dieser Gelegenheit gleich beschlagnahmt.

(apa/red)

14.2.2010 14:25