Wintersportler verschüttet: Lawinen in der
Steiermark, Kärnten und in den Karawanken
- Kärntner konnte sich aus Schneebrett selbst befreien
- Toter Tourengeher in Slowenien am Loibl geborgen
Die Lawinengefahr in Österreichs Bergen ist unverändert groß. In den Kärntner Bergen herrschte laut Experten teilweise die zweithöchste Alarmstufe 4, mehrere Menschen wurden durch Lawinenabgänge verschüttet. In den grenznahen slowenischen Karawanken konnte ein Wintersportler nur noch tot geborgen werden. In der Steiermark wurde eine Snowboarderin schwer verletzt.
In Kärnten war die Lawinengefahr besonders in den Karawanken und Karnischen Alpen groß. Im Süden hatte es am Donnerstag teilweise bis zu 60 Zentimeter Neuschnee gegeben, was Lawinenabgänge sehr wahrscheinlich machte. Im Skigebiet Hochrindl konnte sich ein von einem Schneebrett verschütteter 56-Jähriger selbst befreien und die Rettungskräfte alarmieren. Auch auf der Koralm wurden am Nachmittag mehrere Menschen verschüttet, Details waren aber vorerst nicht bekannt.
Slowene tot geborgen
Der schwerste Vorfall ereignete sich in den slowenischen Karawanken. Zwei Tourengeher waren auf der Zelenica nach dem Loibltunnel verschüttet worden. Einer konnte sich selbst befreien, für den Zweiten kam jede Hilfe zu spät. Es waren 50 Bergretter und ein Hubschrauber im Einsatz. Über die Herkunft der beiden Verunglückten war vorerst nichts bekannt.
In der Steiermark ist eine Snowboarderin bei einem Lawinenabgang am Hauser Kaibling (Bezirk Liezen) schwer verletzt worden. Die 34-jährige Slowakin war mit Freunden abseits der gesicherten Piste unterwegs, als sich ein Schneebrett löste. Sie wurde ins Krankenhaus Schladming gebracht.
Hohe Lawinengefahr
Auch in Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Niederösterreich stuften Experten die Gefahr als weiterhin "erheblich" ein. Vor allem oberhalb von 2.000 Meter Seehöhe erreiche sie die Stufe "3" der fünfteiligen Skala. Vor Touren wurde eindringlich gewarnt. Durch die tiefen Temperaturen wird die Lawinengefahr auch in den nächsten Tagen nicht zurückgehen. Die Gefahr der Selbstauslösung von Lockerschneelawinen steigt besonders bei Sonneneinstrahlung im Laufe des Tages.
Im Burgenland machen unterdessen Schneeverwehungen Probleme, die Straßenmeistereien sind im Dauereinsatz. Am stärksten betroffen ist nach wie vor der Landesnorden. Hier musste die Feuerwehr vergangene Nacht rund zehnmal und in der Früh zweimal ausrücken, hieß es vom Landesfeuerwehrkommando.
(apa/red)
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