Böser Verdacht bei heimischem Pfarrer:
Kinderpornos auf seinem Computer vermutet
- Sichergestellte Datenträger werden derzeit analysiert
- Erziözese Wien hat den Geistlichen sofort freigestellt

Gegen einen Pfarrer aus Niederösterreich wird nach Paragraf 207a (Pornografische Darstellungen Minderjähriger) Abs. 3 StGB ermittelt, hat Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, bestätigt. Die auf dem Computer des Geistlichen sichergestellten Datenträger würden derzeit ausgewertet. Von den Erhebungsergebnissen hänge die weitere Vorgangsweise ab.
Das Verfahren ist laut Habitzl seit 14. Jänner anhängig. Die Ermittler seien bei einer Hausdurchsuchung fündig geworden. Der Verdächtige befinde sich auf freiem Fuß.
Die Erzdiözese Wien hatte am Donnerstagabend von den Ermittlungen gegen einen Pfarrer im Vikariat Unter dem Wienerwald wegen des Besitzes und der Weitergabe von elektronisch aufbereiteten kinderpornografischen Darstellungen berichtet. Generalvikar Franz Schuster sei "nach der Verständigung durch die Justizbehörden sofort tätig" geworden. "Der Geistliche wurde von seinen Ämtern und Aufgaben als Pfarrer, stellvertretender Dechant und Wallfahrtsdirektor sowie als Religionslehrer unverzüglich dienstfrei gestellt."
(apa/red)
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