Mittwoch, 10. Februar 2010

Pyramidenspiel sorgt für Millionenschaden:
400 Geschädigte sind vom Betrug betroffen

  • Steiermark: Schadenssume bei etwa 2,5 Millionen €
  • Polizei sucht nach weiteren möglichen Betroffenen

Im Falle des vor allem im Raum Voitsberg, Graz-Umgebung und Mürzzuschlag seit Juli 2008 abgehaltenen Pyramidenspiels hat die Polizei bisher 400 Geschädigte ermittelt, wie die Sicherheitsdirektion Steiermark mitteilte. Die bisher erfasste Schadenssumme beläuft sich auf rund 2,5 Mio. Euro. Die Kriminalisten suchen nach weiteren möglichen Geschädigten.

Seit Juli 2008 ermittelt die Polizeiinspektion Voitsberg in Zusammenarbeit mit der Außenstelle Niklasdorf des Landeskriminalamtes nach Anzeigen von Geschädigten des Pyramidenspieles, das "Schenkkreis" oder "Unternehmerforum" genannt wird. Nachdem bis Sommer 2009 etwa 150 Geschädigte mit einer Schadenssumme von mehr als einer Mio. Euro Anzeige gegen die Betreiber dieses Spiels erstatteten, erfolgten im September 2009 über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz insgesamt 13 Hausdurchsuchungen bei Verdächtigen.

Die Hausdurchsuchungen fanden in den Bezirken Voitsberg, Graz-Umgebung und Mürzzuschlag statt. Aufgrund des sichergestellten Beweismaterials und den folgenden Erhebungen haben die Ermittler Geldflüsse und Verbindungen der Betreiber des Pyramidenspieles aus der Steiermark untereinander, aber auch mit Betreibern in den angrenzenden Bundesländern nachgewiesen.

280 Vernehmungen
Bisher wurden laut Polizei etwa 280 Beschuldigte und Geschädigte vernommen. Es bestehe nun auch der Verdacht, dass teilweise Chartlisten von den Betreibern zu ihren Gunsten manipuliert wurden, so die Fahnder. 13 von 45 Beschuldigten werden nun nicht nur wegen Verdacht des Pyramidenspieles, sondern auch wegen Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betruges angezeigt.

Geschädigte, die bisher noch keine Anzeige erstattet haben, können bei der Polizeiinspektion Voitsberg unter der Telefonnummer 059133/6190, der Außenstelle Niklasdorf, sowie jeder anderen Polizeiinspektion Anzeige erstatten. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass sie sich mit ihren Schadenersatzforderungen einem etwaigen Strafverfahren anschließen können, so die Inspektion Voitsberg.

(apa/red)

10.2.2010 10:34
brabus, 11. 02. '10 15:51
Pyramidenspiel
.. wer da mitmacht, will ja Kohle machen ohne was davon dem Finanzminister zu geben, wie nennt man das ?
Vasant, 10. 02. '10 16:41
Kein Mitleid!
Diese Leute die daran teilnehmen sind eh in doppelter
Hinsicht "geschädigt". Wer ist denn so dumm und glaubt,
dass dir jemand für eine Einlage von ca. 5.000 Euro das
angeblich 8-fache an Gewinn in ein paar Jahren bringt?

Nachdem das nicht einmal eine Bank kann und dort mit
maximal 2-3% derzeit gehandelt wird, ist man ja echt
saublöd, wenn man auf solche Verbrecher reinfällt!

ALLES ist möglich ist keine Vorspiegelung falscher
Tatsache, weil im Leben ja schon alles möglich ist.
Falsch wäre es zu sagen ... du gewinnst, wie in dem
Fall von Pyramidenspielen, wobei eine Seite hat ja
"gewonnen" ... halt nicht die "Anleger".

Ich hab mit denen aber kein Mitleid, denn wer nur
im Leben auf sein Glück hofft und sonst nichts leistet,
der bleibt eh immer der Dumme!
drahthuhn, 10. 02. '10 11:17
Dasixtasdahastas
Keiner wird gezwungen, an so einem Pyramidenspiel teilzunehmen, oder? (Die GIER ist halt eine Hund). Ich habe KEINERLEI Mitleid und/oder Verständnis für Leute, die diesen Mist spielen. Allerdings: die STAATLICHEN Pyramidenspiele, bei denen auch Peter den Paul bezahlt sind legal.
Warum verbietet man dann nicht auch Vorspiegelung falscher Tatsachen wie ALLES IST MÖGLICH?
Esist nämlich fast NICHTS möglich, oder?
Gegen die Aktionen an derWall Street sind Pyramiden Spiele mit 2,5Mio Schaden ein KINDERGARTENNACHMITTAG.
Dem Staat wäre das völlig Schnurz, wenn man diese Kohlen VERSTEUERN könnte, was?
Quod licet jovi, non licet bovi.
Und ein Bensdorff-Burly läuft frei herum und wird hofiert.
Traurig, aber war.
diewilde, 10. 02. '10 12:06
Re: Dasixtasdahastas
Genau so ist es!