Neuschnee begräbt Österreich unter sich:
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Neuschneezuwachs in beträchtlichem Ausmaß hat die Lawinengefahr in einigen Teilen der österreichischen Alpen auf die Stufe 4 der fünfteiligen Skala steigen lassen. Als groß wurde das Risiko in den Karawanken, der Obersteiermark und im westlichen Niederösterreich eingeschätzt. In Salzburg, Oberösterreich sowie in Teilen der Steiermark herrschte Warnstufe 3. Insgesamt starben in dieser Wintersaison bereits 19 Menschen bei Lawinenabgängen.
Zuletzt ist ein Villacher Tourengeher bei einem Lawinenunglück in den Kärntner Karawanken ums Leben gekommen. Er wurde zwar von seinen Kameraden aus den eineinhalb Meter tiefen Schneemassen befreit und ins Krankenhaus geflogen, wo er jedoch wenig später starb.
Über ein halber Meter Neuschnee
Mehr als ein halber Meter Neuschnee wurde in den Karawanken registriert. In Kärnten führten der Schneefall und eisglatte Fahrbahnen zu zahlreichen Unfällen geführt. Die Tauernautobahn war nach einem Unfall mit zwei Lkw für mehrere Stunden gesperrt. Im Bezirk Hermagor wurden zwei Personen bei einem Frontalzusammenstoß schwer verletzt, im Bezirk St. Veit wurde ein Auto nach einem Crash mit einem Lkw über eine Böschung geschleudert, die Kollision dreier Pkw endete mit zwei Verletzten.
Der starke Schneefall in weiten Teilen der Steiermark hat für Hochbetrieb bei den Feuerwehr gesorgt. Seit dem Wochenende waren bei insgesamt bis zu 40 Zentimeter Neuschnee 100 Wehren damit beschäftigt, umgestürzte Bäume zu bergen oder hängen gebliebene Autos wieder flott zu bekommen. Bei den Grazer Verkehrsbetrieben kam es im Donnerstag-Frühverkehr zu Behinderungen und Verspätungen wegen eingefrorener Weichen.
Lkw krachte in ein Haus
Im Bezirk Sankt Pölten ist ein Lkw in zwei Häuser gekracht. An der abschüssigen Ortseinfahrt von Kapelln geriet das Schwerfahrzeug in einer S-Kurve ins Schleudern und prallte in ein Altenpflegeheim, drehte sich und fuhr auf der gegenüberliegenden Seite noch in ein Wohnhaus. Der 27-jährige Fahrer erlitt schwere Schädelverletzungen.
Die Schneefälle haben in der Früh auch in Oberösterreich für ein Verkehrschaos gesorgt. Vor allem im Seengebiet gab es spiegelglatte Fahrbahnen. In den frühen Morgenstunden wurde die Innkreisautobahn Richtung Wels im Bereich zwischen Haag und Meggenhofen wegen eines Lkw-Unfalls gesperrt. Probleme hatten die ÖBB in Wien-Liesing nach einem Oberleitungsschaden: Die Südbahn war in diesem Bereich nur eingleisig befahrbar.
(apa/red)
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