Mittwoch, 3. Februar 2010

Fahrzeuge haben auch Probleme mit den Bremsen: Toyota-Pannenserie geht weiter

  • Weitere Modelle der japanischen Automarke betroffen
  • Jetzt Bremsmängel beim Erfolgsmodell Prius entdeckt

Die Pannenserie bei Toyota erfasst weitere Modelle. Der japanische Autobauer teilte mit, Toyota-Vertragspartner in den USA und Japan hätten sich über Bremsmängel beim Modell Prius beklagt. Nach den weitaus gravierenderen Problemen mit den Gaspedalen gebe es nun auch wegen Bremsen Dutzende Beschwerden.

Die Beschwerden beträfen die jüngste Version des Prius, erklärte eine Toyota-Sprecherin. Einzelheiten nannte sie nicht. Die Klagen seien bereits Ende des Jahres bekannt gewesen. Der Konzern gehe der Ursache der Beschwerden nach und werde anschließend über Maßnahmen entscheiden. Das Hybrid-Auto ist das Vorzeigemodell des Konzerns. Das japanische Verkehrsministerium teilte mit, von 14 Beschwerden Kenntnis zu haben.

Strafen möglich
Die US-Regierung erwägt unterdessen Strafmaßnahmen gegen den japanischen Autokonzern. Verkehrsminister Ray LaHood warf Toyota vor, zu spät auf die Probleme mit dem Gaspedal reagiert zu haben. Seit dem Auftauchen möglicher Sicherheitsmängel in Toyota-Fahrzeugen, habe die US-Regierung Maßnahmen zum Verbraucherschutz gefordert, erklärte der Minister. Es habe "bedauerlicherweise enormer Anstrengungen bedurft", dies zu erreichen. Ein Regierungsvertreter sagte, eine Zivilklage werde erwogen.

Toyota-Vizechef Shinichi Sasaki hatte sich wie zuvor bereits Konzernchef Akio Toyoda für die Probleme mit dem klemmenden Gaspedal entschuldigt. Der Zeitraum zwischen der Ankündigung, die betroffenen Modelle zurückzurufen, und dem Start der Reparaturen an den Autos sei lang gewesen, räumte er ein. Toyota habe es aber als vorrangig betrachtet, die Kunden zu warnen, auch wenn dies Verwirrung habe auslösen können. Die Probleme mit dem Gaspedal will Toyota nun mit dem Einbau eines zusätzlichen Bauteils beheben.

(apa/red)

3.2.2010 13:50
copen, 03. 02. '10 17:28
Gaspedal
Zwischen Entwicklung und Einhaltung der Vorgaben bei der Produktion ist wohl ein Unterschied. Wenn bei der Herstellung rostanfällige Federn verwendet werden anstatt rostfreier, ist wohl der Hersteller in die Pflicht zu nehmen und nicht der Konstrukteur. Im Übrigen glaube ich, daß hier von den Medien extrem aufgebauscht wird. Sicher darf kein Sicherheitsrisiko eingegangen werden, aber es sollte nicht so maßlos übertrieben werden.
mmeinung, 03. 02. '10 15:06
Hirn
So ein tam tam wegen dieses möglichen Defektes. Nach den Medien zufolge schaut es so aus, als würde nur mehr das Fahrzeug lenken u denken u nicht der Fahrer. Der Fahrer wird zum Passagier hat da jemand verkündet. Ja bitte, wenn bei meinem Fahrzeug das Pedal klemmt, werde ich doch nicht warten bis ich mit 120 bei der nächsten Kurve rausfliege oder? Erstens würde man es eh gleich merken, dann eben bremsen, auskuppeln u na logisch Motorabstellen -- ist das so schwierig.....!? Denken und lenken beim Fahren