Donnerstag, 4. Februar 2010

Millionen-Thriller bei der Kärntner Hypo:
Sponsorgeld hat Austria Kärnten nie erreicht

  • NEWS veröffentlicht Dokumente zum Fußballverein
  • Keine Belege für fünf Millionen in Büchern des Klubs

Das Nachrichtenmagazin NEWS zitiert in seiner neuen Ausgabe interne Unterlagen von Austria Kärnten im Zusammenhang mit dem fünf Millionen schweren Sponsoring durch die Hypo für die Namensrechte des Klagenfurter Fußballstadions.

Aus den vorliegenden Buchhaltungsunterlagen – darunter sind der konsolidierte Jahresabschluss 2008, der Jahresabschluss 2007, Unterlagen für das Bundesliga-Lizensierungsverfahren, Sitzungsprotokolle, Budgetpläne, Sponsoringverträge, Berichte der Wirtschaftsprüfer, Fortbestandsprognosen und ähnliches mehr – geht hervor, dass die Summe von fünf Millionen Euro, die von der Hypo für die Namensrechte des Klagenfurter Fußballstadions gezahlt wurden, in diesem Umfang nicht an den Fußballverein geflossen sein können.

Kärnten-Präsident Mario Canori rechtfertigt sich gegenüber NEWS, dass von den fünf Hypo-Millionen drei Millionen Euro nach Pasching „als Ablöse für Spielertransferrechte“ geflossen seien, „drei mal 500.000 Euro“ seien für die „vergebliche Rettung des FC Kärnten“ aufgewendet worden und eine halbe Million Euro sei in das laufende Budget eingegangen, was sich unter der Position „Co-Sponsoren“ niederschlage.

Einzig: Im Anlagevermögen des Vereins scheint in der Position „Transferrechte für Spieler“ lediglich ein Betrag von 2.250 Euro auf.

Bei den Erlösen findet sich auch kein Eingang über fünf Millionen Euro, bei den Aufwänden keine Position, die einen Geldfluss von drei Millionen Euro nach Pasching erklären würde.

„Die hätte ich gerne"
In der Position „Co-Sponsoren“ findet sich wohl eine Million Euro von der Hypo, allerdings stammen diese aus einem Sponsoringvertrag, der bereits am 20. Juni 2007 abgeschlossen wurde und sich nicht auf die Namensrechte des Stadions bezieht.

Zur zuletzt bekannt gewordenen Zahlung der Deutschen Kreditbank in Höhe von zwei Millionen Euro für Austria Kärnten sagt Canori, dass es dieses Geld „nicht gibt“. Canori: „Die hätte ich gerne – aber beim Verein ist dieses Geld nie angekommen.“

Auch die Konstruktion der Vermarktung der Namensrechte des Stadions wird durch die neuen Unterlagen jetzt deutlich: Am 27. Juni 2007 hat die Stadt Klagenfurt mit der Firma Sportpark Klagenfurt GmbH einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. Die Sportpark Klagenfurt GmbH, die zur Gänze der Stadt gehört, hat am 28. Juni 2007 mit dem Verein „FC Superfund künftig: SK Austria Kärnten“ eine Benützungsvereinbarung abgeschlossen, die dem Verein das Recht einräumt, einen allfälligen Sponsornamen für das Stadion zu vermarkten.

Am 30. Juni 2007 hat sich mit der Hypo dieser Namensgeber gefunden. Die Hypo sicherte sich für zehn Jahre den Namen „Hypo Group Arena“ für 500.000 Euro pro Jahr und zahlte die fünf Millionen Euro laut Canori in einem Betrag.

Lesen Sie mehr dazu im aktuellen NEWS 5/10!

4.2.2010 07:42
Viennese, 04. 02. '10 16:12
Betrügereien
@keinbrauner. Wie man annehmen muß haben Sie ein dickes rotes Parteibuch! Denn ich bin der Meinung daß es betrügereien leider quer durch die Parteienlandschaft gegeben hat. Wo sind die Millionen vom Pratervorplatz? Wo ist die Frau Vizebgm. Laska abgetaucht? Wo sind die Buwog Millionen? Diese Liste ist in Österreich leider sehr lang. Seit Androsch gehört dies zum offensichtlich zum guten Ton. Der eine hat einen Wahlonkel, der andere bekommt einen Superjob bei VW ohne Ausschreibung, der dritte wird " professor" an einer Eliteuni in den USA. Sofort heißt es aber die FPÖ! Die Kärtner FPÖ oder wie imme rder Name im Moment ist, sind eine Packung von Grenzdebilen welche den Schutz der Immunität geniessen. Leider. Aber so sind die Gesetze in Österreich. Blödheit wird nicht bestraft.
keinbrauner, 05. 02. '10 06:21
Re: Betrügereien
Der Androsch hat seinen Posten bei der Creditanstalt veloren. Wo die Frau Laska ist weiß ich nicht, ich bin auch kein Roter. Wo die Buwog Millionen sidn, da müssen sie die blauen oder ex-blauen Grasser, Meischberger und ähnliche fragen. VW ist eine private Aktiengesellschaft. Und wenn ein Österreicher an einer Elituni in den USA Professor wird, kann man sich nur freuen. Denn dort gibt es sicherlich keine Freunderlwirtschaft bei der Bestellung. Un daß die Scheuchs und der Dörfler grenzdebil sind, da kann ich ihnen nur recht geben.
Vasant, 03. 02. '10 22:50
Und jetzt meine Frage ...
wie viel Geld geht dann wahrscheinlich in Brüssel
"verloren"? Wer prüft die EU Zahlungen? Das sollte
man mal unter die Lupe nehmen! Bin überzeugt,
dass man bei dem Ergebnis den Mund nicht mehr
zukriegen würde;)

In Brüssel gehen Milliarden pro Monat ein und dagegen ist
die Hypo nur Nageldreck;)
keinbrauner, 04. 02. '10 06:18
Re: Und jetzt meine Frage ...
Wenn man vor lauter Scheiße nichts mehr weiter weiß, dann war es von der FPÖ oder FKK oder wie der Kasperlverein sonst heißt, schon immer üblich, andere zu beschuldigen. Wenn ihr ein bißchen Anstand hättet, würdet ihr zurücktreten und das Marterl vom Haider mit einem schwarzen Tuch zudecken.