Der Kampf um Wien ist kein wirklicher:
SPÖ in der NEWS-umfrage klar vor der FPÖ
- Bachmayer: "Von Zweikampf kann keine Rede sein"
- Grüne & ÖVP um Rang 3 - Van der Bellen als Joker?

Zum inoffiziellen Auftakt des Wien-Wahlkampfs, nämlich dem Beginn der Wiener Volksbefragung, veröffentlicht das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe eine große NEWS/OGM-Umfrage (500 Befragte) zur Wahl am 10. Oktober. Demnach käme die SPÖ derzeit auf 42 Prozent der Stimmen, bei der Gemeinderatswahl 2005 waren es 49,1. Die FPÖ bekäme 20 Prozent (2005: 14,8), die ÖVP 17 Prozent (2005: 18,8), die Grünen 16 Prozent (2005: 14,6) und das BZÖ drei Prozent (2005: 1,15).
OGM-Chef Wolfgang Bachmayer analysiert: Von einem Zweikampf Häupl gegen Strache kann bei diesem Stand keine Rede sein. Die SPÖ hat eine Umfrage-Talsohle überschritten. Der FPÖ bläst nach der Vereinigung mit den Kärntner Freiheitlichen Gegenwind ins Gesicht. Spannend wird laut Bachmayer das Rennen um Platz 3. Würden die Grünen ihren Alt-Parteivorsitzenden Alexander Van der Bellen als Stadtratskandidaten oder mit einem Vorzugstimmenwahlkampf in die Wien-Wahl schicken, könnten sie dieses Match für sich entscheiden. Insgesamt zehn Prozent der Befragten sagen, dass Van der Bellen für sie ein positives Wahlargument wäre. Die Detailanalyse Bachmayers ergibt, dass Van der Bellens Engagement den Grünen zwei bis drei zusätzliche Prozent aus SPÖ, ÖVP und der Gruppe der Unentschlossenen bringen könnte.
Könnte in Wien der Bürgermeister direkt gewählt werden, läge Amtsinhaber Häupl mit 45 Prozent Zustimmung klar vor Herausforderer Heinz Christian Strache mit zwölf Prozent. Befragt nach ihren Koalitionspräferenzen sind 41 Prozent der WienerInnen für eine große Koalition SPÖ/ÖVP, 22 Prozent für Rot-Grün und 16 Prozent für Rot-Blau.
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