Donnerstag, 4. Februar 2010

Obama zutiefst frustriert über Banker-Boni:
Lässt mit Kritik an den Zahlungen nicht nach

  • "Exzessive Belohnung" für eingegangene Risiken
  • Geithner: Bonuszahlungen sind "haarsträubend"

Die US-Regierung lässt in ihrer Kritik an hohen Bonuszahlungen für Bankmanager nicht nach. US-Präsident Barack Obama sei verärgert und frustriert, teilte ein Sprecher des Präsidialamtes mit: "Die Wall Street hat weiterhin das Gefühl, die exzessiven Risiken, die in den vergangenen Jahren eingegangen wurden, exzessiv belohnen zu müssen."

Finanzminister Timothy Geithner verurteilte die Bonuszahlungen beim vom Staat geretteten Versicherungskonzern AIG als zutiefst unverantwortlich. "Diese Verträge sind haarsträubend. Sie hätten niemals genehmigt werden dürfen", sagte er am Mittwoch bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses.

Der Finanzminister forderte den Kongress auf, die Branche so schnell wie möglich über die von Obama vorgeschlagene Krisengebühr an den Kosten der Hilfen zu beteiligen. "Wenn Sie uns bei dieser Abgabe für unsere größten Finanzinstitutionen unterstützen, dann werden Sie sagen können: Der amerikanischer Steuerzahler wird keinen Penny für das bezahlen, was bei AIG passiert ist."

(apa/red)

4.2.2010 08:14
founder, 04. 02. '10 11:36
Totale Degeneration des Finanzsytems
Früher hat das Finanzsystem und Eisenbahn, Telephon und Strom finanziert. Das Finanzsystem zur Organisation des Fortschritts.

Heute ist es nur noch ein Spielcasino, wichtige technische Neuerungen bekommen kein Geld.

In der Geschichte kommt es immer wieder vor, daß eine Gruppe sich zuerst große Verdienste erworben hat, um 100 bis 200 Jahre später nur noch eine große Belastung für die Gesellschaft zu sein.